Der Bayernligist TSV Landsberg hat bereits hochkarätige Neuzugänge. Doch jetzt sorgt die Personalie des Trainers im Klub offenbar für Gesprächsstoff.

Mit dem ehemaligen Zweitligaspieler Moritz Nebel haben die Fußballer des TSV Landsberg einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Auch die weiteren Neuzugänge, unter anderem Muriz Salemovic, hören sich gut an – die Frage ist allerdings, wer das Training leiten wird, wenn am 20. Juli wieder damit begonnen wird. Dass der bisherige Coach Sven Kresin diesen Job beim Fußball-Bayernligisten übernimmt, ist nämlich noch offen.

Sind für Sven Kresin die Tage als Trainer der Ersten Mannschaft des TSV Landsberg gezählt? Noch hat er keinen Vertrag. Archivfoto: Thorsten Jordan

„Sven Kresin wurde als Trainer für die Saison 2019/20 geholt, das ist Fakt“, sagt TSV-Abteilungsleiter Sebastian Gilg. Und: „Ich habe mit keinem anderen Trainer gesprochen.“ Fakt ist aber auch, dass der Vertrag von Sven Kresin zum 30. Juni ausgelaufen ist, wie der Trainer unserer Zeitung bestätigt. Damit ist der Übungsleiter derzeit praktisch vereinslos ist und könnte durchaus eine neue Aufgabe übernehmen. Unter anderem durch die Corona-Krise sei es schwierig gewesen, einen Gesprächstermin zu finden, sagt Gilg. „Aber wir haben viele Gespräche geführt und was das betrifft, bin ich altmodisch. Für mich gilt auch, was mündlich vereinbart wird.“ Sven Kresin liege ein Vertrag vor, wonach dieser Trainer beim TSV Landsberg bleiben solle.

Allerdings: „Trainer“ bedeutet nicht gleich Trainer der ersten Mannschaft. „Wir planen mit ihm, müssen aber auch abwarten, was sich Sven Kresin vorstellt“, sagt Gilg. Bei der Vorstellung von Sven Kresin als Nachfolger von Herrmann Rietzler im Sommer 2019 war noch von einem langfristigen Engagement die Rede gewesen. „Wir machen immer nur Verträge für ein Jahr“, erklärt Sebastian Gilg nun. Und deshalb stellt sich für den bisherigen Coach die Situation wie folgt dar: „Mein Vertrag ist zum 30. Juni ausgelaufen, derzeit bin ich vertragslos“, sagt Kresin. Dass Gespräche geführt wurden, bestätigt Kresin, aber „ich habe kein schriftliches Angebot vorliegen“. Was das Angebot, das schon länger im Raum stehe, betreffe, sei es ein sehr gutes, beinhalte jedoch nicht den Trainerposten der Ersten Mannschaft, sondern „den Bereich Athletik im Herrenbereich und in der Jugend“. Seit Dienstag stehe er in „regem Austausch“ mit der Abteilungsleitung.

Was den sportlichen Aspekt betreffe, sei er involviert, sagt Kresin. Und von den Neuzugängen, die der Sportliche Leiter Muriz Salemovic vermelden kann, hält er viel. Moritz Nebel, der auch schon Zweitliga-Erfahrung beim FCA gesammelt hat, kennt Kresin bereits. „Ich hatte mich schon länger mal mit ihm unterhalten, er ist natürlich eine echte Bereicherung.“

Auch Sebastian Schmeisser, zuletzt beim Regionalligisten FC Memmingen, sieht Kresin als Verstärkung. „Er war lange verletzt und wird sicher etwas brauchen, aber ich glaube, er fasst schnell Fuß.“

Ob aber dann auch er mit der Mannschaft arbeiten wird, ist abzuwarten, wie sich die Gespräche mit dem TSV entwickeln – oder ob diese gar nicht mehr nötig sein werden. Schließlich ist Sven Kresin derzeit ungebunden. Ob er schon Gespräche mit anderen Vereinen geführt habe, dazu will er nichts sagen.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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