Am heutigen Samstag bestreiten die Landsberger ein Testspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Augsburg. Zuschauer sind keine erlaubt und es fehlen auch einige Spieler

Ein Wechselbad der Gefühle durchlebte nicht nur Edgar Weiler in den vergangenen Tagen: Der neue Cheftrainer des TSV Landsberg freute sich auf die ersten Testspiele – dann wurden diese bis 16. August verboten – und jetzt darf doch gespielt werden. Bereits am Freitagabend fand eine Partie gegen den Kreisligisten VfL Denklingen statt, am Samstag erwartet der TSV dann den FCAII. Allerdings: Ohne Zuschauer und es werden auch einige Spieler noch aussetzen müssen.

Bei einigen Schlagerspielen herrschte auf der Tribüne im 3C-Sportpark richtig Gedränge. Dazu wird es so schnell nicht kommen – wegen der Corona-Pandemie sind bei Testspielen keine Zuschauer erlaubt.

Eine Woche Zeit hatte Edgar Weiler, um die Mannschaft kennenzulernen. „Aber einige Spieler kenne ich von früher, ich habe mit ihnen oder auch gegen sie gespielt“, sagt der 31-Jährige, der lange in Memmingen in der Regionalliga gekickt hat. Dennoch bezeichnet er es als Herausforderung, nach diesem personellen Umbruch – der TSV verbucht acht neue Spieler – ein Team zu formen. „Aber die Jungs haben einen super Charakter“, waren seine ersten Eindrücke.

Allerdings werden nicht alle Neuzugänge auch jetzt schon zum Einsatz kommen. Weiler selbst muss noch auf seinen Pass warten, der von Sebastian Schmeiser kam am Freitag gerade noch rechtzeitig. Zuschauen muss allerdings Fabian Lutz, der wegen Corona aus den USA zurückkehrte, wo er in einem Collegeteam gespielt hatte und deshalb noch keinen Pass hat. Zudem hat Kapitän Sebastian Bonfert Urlaub erhalten – er wurde zum zweiten Mal Vater. Beruflich verhindert sind Dennis Hoffmann und Philipp Siegwart.

Für den neuen Trainer kein großes Problem. „Natürlich will ich immer gewinnen“, sagt Edgar Weiler, aber in dieser speziellen Zeit stehe etwas anderes im Vordergrund: „Die Jungs sollen wieder in den Wettbewerb reinkommen und einfach Spaß am Kicken haben.“

Am Freitagabend, gegen Denklingen, mussten die Teams sowieso unter erschwerten Bedingungen antreten, denn die Kabinen durften noch nicht benutzt werden. Das sieht beim Spiel am Samstag anders aus. „Ab 1. August gibt es ein Hygienekonzept, damit können die Kabinen und vor allem auch die Duschen wieder benutzt werden.“ Zuletzt sei es doch „eine Tortur“ gewesen. „Am Dienstag hatten wir einen Platzregen, dann mussten die Spieler so nass noch nach Hause fahren.“

Zu Gast haben die Landsberger heute die zweite Mannschaft des FC Augsburg. Allerdings sind Zuschauer nicht erlaubt. „Der einzige Zugang ist zur Gaststätte“, sagt TSV-Pressesprecher Patrick Freutsmiedl. Die Treppenabgänge zur Tribüne und zu den Spielerbänken sind versperrt. Auch am Zaun zum Spielfeld dürfen sich eigentlich keine Zuschauer aufhalten, der Besuch der Gaststätte ist aber erlaubt.

Eigentlich hatten die Landsberger für Samstag ein Blitzturnier geplant, zu dem auch noch der FC Passau eingeladen werden sollte. Doch um alle Bestimmungen exakt einzuhalten, hat man sich in der Abteilung dann doch nur für nur das eine Spiel gegen den FC AugsburgII entschieden. Schließlich ist der FC Augsburg auch der Partnerverein des TSV Landsberg.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
Den Beitrag finden Sie im Landsberger Tagblatt - HIER