Im Heimspiel gegen die formstarken Allgäuer vom TSV Kottern gelingt ein gutes Spiel. Am Ende ärgern sich die Gastgeber sogar ein wenig über das Ergebnis. Ein ehemaliger Spieler von Landsberg fliegt vom Platz

Der TSV Landsberg hat im Heimspiel gegen den derzeit formstarken TSV Kottern in der Bayernliga eine beachtliche Leistung gezeigt. Dabei sprach vor dem letzten Saisonspiel vor der Winterpause wenig für die Gastgeber. Die vorherigen fünf Partien hatten sie allesamt verloren und der Gegner reiste mit breiter Brust an. Aus den sieben vorausgegangenen Spielen hatten Kottern 19 von 21 möglichen Punkten geholt.

Eine starke kämpferische Leistung zeigte der TSV Landsberg im Heimspiel gegen den TSV Kottern und ließ nur sehr wenige Chancen der Gäste zu. Foto: Thorsten Jordan

Über die gesamte Partie betrachtet, wäre mehr als ein torloses Unentschieden möglich und ein Sieg der Landsberger verdient gewesen. Die Lechstädter hatten die besseren Chancen und spielten zudem ab der 69. Minute in Überzahl. Die erste gute Nachricht erreichte die Fans von Landsberg schon beim Blick auf die Aufstellung: Kapitän Sebastian Bonfert stand wieder in der Startelf, nachdem er verletzungsbedingt gegen Hankofen gefehlt hatte.

In der Anfangsphase hatte Landsberg mehr vom Spiel, beide Mannschaften erarbeiteten sich aber keine Großchancen. Die erste richtig gute Gelegenheit hatte Florian Mayer in der 22. Minute. Er stand am kurzen Pfosten und lenkte den Ball in Richtung Tor weiter, dieser flog allerdings knapp am langen Pfosten vorbei ins Aus. Kurz darauf hatten die Gastgeber erneut eine sehr gute Chance. Nach einem Einwurf, wurd der Ball scharf in die Mitte vors Tor gepasst, wo sich Alessandro Mulas gut freigelaufen hatte, den Ball mit der Fußspitze aber um wenige Zentimeter verfehlte. (26.). Außer einem Pfostentreffer konnten die Gäste in der ersten Halbzeit keine guten Gelegenheiten für sich verbuchen und hatten auch danach keine ganz großen Chancen.

Eine Schwachstelle im Spiel der Kemptener schienen die Landsberger in der Innenverteidigung ausgemacht zu haben. Immer wieder versuchten sie mittels Kurzpassspiel in der Mitte vors Tor zu kommen. Viele Impulse setzte dabei Sebastian Bonfert, der die Zweikämpfe suchte und seine Mitspieler bediente. Oft gelang es Kottern aber letztlich doch noch, ein Bein dazwischen zu bekommen. Eine weitere gute Gelegenheit hatte Florian Mayer in der zweiten Halbzeit, als er einen Freistoß von Andreas Fülla aber nicht zur Führung verwerten konnte.

Bereits in der 59. Minute ging Stammspieler Alessandro Mulas vom Platz und wurde durch Wolfgang Baumann ersetzt. „Er hat sich auf seiner Seite aufgerieben und ich wollte einen neuen Impuls setzen“, begründete Trainer Sven Kresin den Wechsel.

Ab der 69. Minute spielte Landsberg dann in Überzahl. David Mihajlovic – der 2017/18 auch 13 Spiele für Landsberg bestritt – war nahe der Mittellinie hart gegen Orkun Tugbay eingestiegen und sah dafür Rot. „Kottern hat gegen den Platzverweis protestiert, aber aus unserer Sicht war der absolut gerechtfertigt. Orkun ist mit dem Kopf zum Ball gegangen und Mihajlovic hat ihn an der Schulter getroffen. Da hat das Bein nichts zu suchen“, sagte Landsbergs Teammanager Wolfgang Sanktjohanser.

Landsberg erarbeitete sich in der Folge weitere Chancen. In der 73. Minute stand Kotterns Torwart Tobias Heiland – der auch viele Jahre in Landsberg gespielt hatte – zu weit vor seinem Tor. Der Keeper eilte zurück, hatte aber nicht ganz den Überblick und eine kleine Unsicherheit, sodass er unbedrängt zur Ecke klärte. Die erste brachte nichts ein, bei der zweiten wurde es aber gefährlich. Sebastian Bonfert zog aus 15 Metern vor dem Tor aus zentraler Position ab, und Heiland konnte den Rückstand seiner Mannschaft in der Situation nur dank einer Glanzparade verhindern.

Damit gelang es Landsberg, mal wieder etwas Zählbares mitzunehmen, und nach 18 Gegentreffern in den vergangenen fünf Spielen hielt diesmal auch die Abwehr.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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