Im letzten Spiel vor der Winterpause wollen die Landsberger Fußballer ihren Negativtrend stoppen. Die Gäste vom TSV Kottern reisen allerdings mit breiter Brust an

Für den TSV Landsberg geht es am Samstag in der Bayernliga darum, einen versöhnlichen Jahresabschluss zu schaffen. Fünf Niederlagen in Folge kassierte die Mannschaft und ist mitten drin im Abstiegskampf. Die Serie soll am Samstag beim Heimspiel im 3C-Sportpark enden. Allerdings reist mit dem TSV Kottern ein zuletzt sehr erfolgreicher Verein an.

Landsbergs Trainer Sven Kresin (links) würde gerne mal wieder jubeln. Bild: Julian Leitenstorfer

Die Mannschaft aus Kempten hat aus den vergangenen sieben Spielen 19 Punkte geholt und ist in der Tabelle bis auf Platz fünf geklettert. Inzwischen sind die Relegationsplätze um den Aufstieg in Reichweite gerückt. Der Rückstand zum Zweitplatzierten Deisenhofen beträgt vier Punkte. Die Favoritenrolle in dem Duell liegt also bei den Gästen. Landsbergs Trainer Sven Kresin weiß, dass „alle gefordert sind“, um die Wende zu schaffen. Das Hinspiel gewannen die Gäste mit 2: 1.

Als taktische Marschrichtung gibt er aus, Kottern vom eigenen Strafraum fernzuhalten und aus einer sicheren Abwehr heraus zu agieren. „Wir haben mit den Jungs die Fehler angesprochen, die vergangene Woche in Hankofen gemacht wurden und haben in dieser Saison schon mehrfach bewiesen, wozu wir in der Lage sind.“ Dass es nicht einfach wird, ist aber auch Kresin klar. Schließlich komme eine „erfahrene und eingespielte Mannschaft.“ Kottern konnte in den vergangenen Partien immer mit denselben acht bis zehn Aktiven auflaufen, verweist er. Landsberg musste hingegen vor allem in der Abwehr immer wieder umbauen, auch wegen Platzverweisen.

Kresin mahnt zudem, dass seine Spieler sich auf den Spielstil der Allgäuer einstellen müssen. Diese seien im Umschaltspiel sehr schnell und verstünden es gut, den Ball vorne abzusichern, bis die Mitspieler nachgerückt sind. Besonders auf die erfahrenen Leistungsträger im Mittelfeld, Christian Geiger und Roland Fichtl, sei zu achten. Mit Kotterns Stammtorhüter Tobias Heiland kommt zudem ein Spieler mit langer TSV-Vergangenheit. Sechs Jahre spielte er in Landsberg, bevor er zur Saison 2017/18 zu Kottern wechselte.

Personell kann Sven Kresin fast aus dem Vollen schöpfen. Ein Fragezeichen steht aber nach wie vor hinter dem Einsatz von Kapitän Sebastian Bonfert. „Er trainiert mit. Sein Einsatz wäre gut, schließlich ist er eine treibende Kraft. Ob es allerdings für die Startelf reicht, müssen wir kurzfristig entscheiden.“ Der Trainer ist aber froh, dass es das letzte Spiel in diesem Jahr ist. Seine Spieler gingen schließlich alle auch einem Beruf nach, und die Belastung hinterlasse Spuren. Kresin befürwortet, dass die Saison zwei oder drei Spieltage eher endet.

Nun gilt die volle Konzentration aber erst einmal dem TSV Kottern. Ein Sieg wäre wichtig, will der Verein über dem Strich überwintern. Sollte Landsberg aber verlieren, Dachau im Heimspiel gegen Schwabmünchen mindestens einen Punkt holen und Hankofen in Donaustauf gewinnen, findet sich der TSV auf einem Relegationsplatz wieder.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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