Kehrt der Spielmacher dieses Jahr noch auf den Platz zurück?

„Das Leben hat uns jetzt eine Aufgabe gestellt.“ So fasst Landsbergs Trainer Sven Kresin die derzeitige Situation des Fußball-Bayernligisten zusammen. Alles, was nach seinem Amtsantritt Ende August so leicht und locker gewesen war, ist inzwischen harte Arbeit – und auch diese wurde in den vergangenen vier Spielen nicht belohnt. Zuletzt hatte es die 1: 3-Niederlage gegen Deisenhofen gegeben. Wünscht sich der Coach vielleicht einen möglichst schnellen Wintereinbruch?

Nach einer halben Stunde fiel Sebastian Bonfert verletzt aus. Foto: Leitenstorfer

Zwei Spiele stehen noch an: am Samstag in Hankofen und in der Woche drauf zu Hause gegen Kottern. „Wir brauchen noch ein Erfolgserlebnis“, sagt Kresin – auf schlechtes Wetter oder Schnee kann er in den nächsten Tagen verzichten. „Wenn wir so in die Winterpause gehen müssten, hätte das einen faden Beigeschmack.“ Immerhin haben die anderen Teams für Landsberg gespielt – zum ersten Relegationsplatz hat man noch drei Punkte Vorsprung. Aber diesen Abstand will Kresin vor der Pause unbedingt noch ausbauen.

Ob er in Hankofen auf Kapitän Sebastian Bonfert zählen kann, ist aber fraglich. „Er hat einen dicken Knöchel, aber vielleicht bringen wir die Schwellung schnell raus und können den Knöchel tapen“, hofft der Coach. Denn Hankofen wird ein richtungsweisendes Spiel werden: Die Gastgeber stehen ebenfalls im Tabellenkeller. Und da wäre der Ausfall von Bonfert doppelt bitter. „Er hat das Spiel gegen Deisenhofen hervorragend geleitet. Hat das Tempo bestimmt und die Mannschaft geführt“, sagt Kresin. Bis er in der 30. Minute verletzt vom Feld musste. Trotzdem haben sich die Landsberger die drei Gegentore praktisch selbst eingeschenkt, wobei Ersatzkeeper Nicolas Schestak keine gute Figur abgegeben hatte. „Ich habe mit ihm danach nicht mehr gesprochen. Da würde ich den Elefanten nur noch größer reden“, sagt Kresin. „Wir gewinnen als Mannschaft und wir verlieren als Mannschaft.“

Insgesamt war er mit der Leistung seiner Mannschaft auch nicht unzufrieden. „Wenn man zurückblickt, haben wir in den vier Spielen, die wir verloren haben, nur zwei schlechte abgeliefert: das gegen 1860 München und das gegen Schwabmünchen.“ Auch gegen Deisenhofen hatte er sein Team als besseres ausgemacht. Selbst den Elfmeter nimmt Kresin an: „Der Schiedsrichter hat eine wirklich gut Leistung gezeigt.“ Und er hofft in Hankofen auf einen ähnlich starken Unparteiischen. Auch wenn er mit der aktuellen Situation alles andere als zufrieden ist: „Das ist doch auch das Schöne am Fußball: Es wird nie langweilig.“ (mm)

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