Gegen Deisenhofen kassiert der TSV Landsberg die vierte Niederlage in Folge. Die Mannschaft von Sven Kresin verliert nicht nur die Punkte, auch der Kapitän verletzt sich

Die Krise beim TSV Landsberg hält an. Auch gegen den FC Deisenhofen gab es eine deutliche 1: 3-Niederlage. Dabei waren die Landsberger eigentlich die aktivere Mannschaft, doch man schenkte sich die drei Gegentreffer praktisch selbst ein. Damit nicht genug: Kapitän Sebastian Bonfert fiel nach einer halben Stunde verletzt aus.

Während Deisenhofen jubelt, holt Florian Mayer (hinten) den Ball aus dem Netz. Landsbergs Ersatzkeeper Nicolas Schestak musste drei Gegentreffer hinnehmen. Foto: Julian Leitenstorfer

Einen rabenschwarzen Tag erwischte Landsbergs Ersatzkeeper Nicolas Schestak. Nach nur 40 Sekunden kassierte er den ersten Gegentreffer. Ein Freistoß der Gäste aus gut 20 Metern segelte durch den Strafraum und schlug neben Schestak ein – 1: 0 für Deisenhofen durch Finster. Die Gastgeber berappelten sich schnell und zeigten ein gutes Spiel, aber im Abschluss kam entweder der letzte Pass nicht an oder man verzettelte sich. Aber man rannte weiter an und belohnte sich in der 24. Minute. Nach einer Ecke traf Philipp Siegwart zum wichtigen Ausgleich.

Insgesamt bestimmte der TSV weiter das Spiel, wobei die Gäste immer wieder schnelle Konter fuhren. Aber die Viererkette mit Holdenrieder, Wolf, Mayer und Hennebach stand sehr gut. Insgesamt bekam Schestak wenig Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Die nächste Schrecksekunde gab es für die Heimelf in der 30. Minute: Nach einem Zweikampf musste Bonfert verletzt vom Feld, für ihn kam Lukas Göttle. Wie lange Bonfert ausfallen wird, steht noch nicht fest. „Gebrochen ist nichts, aber er hat einen dicken Knöchel“, sagte Coach Sven Kresin.

Nach der Pause gab es wieder einmal Gelb-Rot – diesmal aber für einen Gästespieler: Die Landsberger waren ab der 53. Minute in Überzahl, konnten dies aber nicht entscheidend ausspielen. Im Gegenteil: In der 70. Minute stieg Martin Hennebach im eigenen Strafraum zu ungestüm ein und der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt. Schestak war zwar in der richtigen Ecke, hatte aber gegen den gut geschossenen Elfmeter von Müller-Wiesen keine Chance. Auch beim dritten Gegentreffer war der junge Landsberger Keeper im Mittelpunkt: Nach einem Rückpass wollte er den Ball wegschlagen, traf aber einen Gegner so unglücklich, dass der Ball im Tor landete: Florian Schmid sorgte deshalb ohne eigenes Zutun für den 3: 1-Endstand. Insgesamt ein gebrauchter Nachmittag für den TSV Landsberg, der sich für seinen engagierten Auftritt nicht belohnte.

TSV: Schestak, Holdenrieder (58. Meichelböck), Wolf, Mayer, Hennebach, Bonfert (30. Göttle), Storhas, Tugbay, Mulas (73. Mailänder), Siegwart, Fülla

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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