Landsbergs Trainer Sven Kresin gibt für das Heimspiel gegen Deisenhofen ein eher ungewöhnliches Ziel aus. Ein Blick auf die Fairnesstabelle zeigt, warum

Drei Spiele stehen für den TSV Landsberg vor der Winterpause noch an. Drei Spiele, in denen man punkten muss, um nicht wieder in den Tabellenkeller der Bayernliga zu rutschen. Auch für das Heimspiel am heutigen Samstag gegen den Tabellenvierten Deisenhofen wünscht sich TSV-Coach Sven Kresin was Zählbares. Aber auch, dass diesmal beim Abpfiff noch alle elf Mann auf dem Platz stehen. Der Wunsch hat einen guten Grund, wie ein Blick auf die Fairnesstabelle zeigt.

In den vergangenen zwei Partien hatten die Landsberger viel Redebedarf mit dem Schiedsrichter, wie hier beim Heimspiel gegen Schwabmünchen. Auswirkungen hatte es keine, beide Partien mussten die Landsberger in Unterzahl beenden. Das soll sich am Samstag gegen Deisenhofen nicht wiederholen. Archivfoto: Julian Leitenstorfer

In der „regulären“ Tabelle belegt der TSV Landsberg mit 24 Punkten den zehnten Platz und hat immer noch vier Zähler Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz. Was die Fairness-Statistik angeht, sieht das anders aus: Auf dem drittletzten Platz sind die Landsberger da zu finden. Nur Pullach und Schwaben Augsburg schneiden in dieser Wertung noch schlechter ab. Für die Landsberger hat es in den bislang 19 Partien 65 Mal Gelb, drei Mal Gelb-Rot und zuletzt auch das erste Mal glatt Rot gegeben – Rot hatte Keeper Patrick Rösch gesehen.

Sein Handspiel außerhalb des Strafraums zieht aber nur ein Spiel Sperre nach sich. „Aber er fehlt natürlich sehr“, sagt Kresin. Immerhin steht jetzt Nicolas Schestak zur Verfügung – die zweite Mannschaft ist bereits in der Pause. „Wir schenken ihm unser Vertrauen und werden versuchen, in der Abwehr noch stabiler zu stehen“, gibt Kresin als Marschroute aus. Das funktioniert aber nur, wenn bis zum Schluss alle elf Mann auch auf dem Platz stehen. Das war in den vergangenen zwei Spielen eben nicht der Fall: Gegen Schwabmünchen hat der TSV mit Florian Mayer und Maximilian Holdenrieder gleich zwei Spieler mit Gelb-Rot verloren, zuletzt in Regensburg war es Rösch schon nach einer Viertelstunde mit Rot.

Gegen Deisenhofen dürfen sich die Landsberger in Unterzahl nicht viel ausrechnen, denn „die Mannschaft hat momentan einen Riesenlauf“, sagt Kresin. Tatsächlich liegt die letzte Niederlage des Tabellenvierten schon lange zurück: Am 6. September hatte man sich in einem Freitagabendspiel dem FC Ingolstadt II geschlagen geben müssen. „Momentan spielt Deisenhofen alles in Grund und Boden“, sagt Kresin. Aber: „Wir sind uns auch bewusst, dass wir wieder etwas auf unser Punktekonto bringen müssen.“

Trotz der drei Niederlagen in Folge zuletzt sei man noch im Soll. Damit das so bleibt, müssten vor der Pause aber noch Punkte her. „Da sind jetzt bei uns die Häuptlinge gefragt. Sie müssen Ruhe behalten und diese Ruhe auch ausstrahlen“, fordert der Trainer. Doch das würden Sebastian Bonfert, Andreas Fülla und Philipp Siegwart hinbekommen, ist sich Kresin sicher.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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