Landsberg gerät gegen den Tabellendritten Schwabmünchen schnell in Rückstand. Nach der Pause dreht die Heimelf auf. Erst ein Empty-Net-Goal entscheidet das Spiel

Für den TSV Landsberg setzt es die zweite Heimniederlage in Folge. Wie schon gegen die zweite Mannschaft der Löwen kamen die Landsberger auch gegen den TSV Schwabmünchen zu spät ins Spiel. In der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber klar überlegen – und das, obwohl sie schon ab der 44. Minute in Unterzahl waren.

Da hilft Florian Mayer alles Debattieren nicht mehr: Schon mit Gelb belastet schlug er den Ball weg und sah deshalb vor der Pause die Gelb-Rote Karte von Schiri Thomas Ehrnsperger. Foto: Julian Leitenstorfer

Dass Schwabmünchen kein übermächtiger Gegner war, zeigte sich in der zweiten Halbzeit. Doch am Ende mussten sich die Landsberger mit 1: 3 geschlagen geben, wobei das dritte Tor der Gäste erst in der Nachspielzeit fiel. Zu einem Zeitpunkt, als Landsbergs Keeper Patrick Rösch schon nach vorne gegangen war – ein typisches Empty-Net-Goal also wie im Eishockey.

Einige Umstellungen präsentierte Landsbergs Trainer Sven Kresin zu Spielbeginn, nicht alle zahlten sich aus. Jonas Meichelböck, der nach überstandener Krankheit wieder dabei war, erwischte einen schwachen Tag und wurde von Kresin schon nach einer knappen halben Stunde ausgewechselt. Für ihn rückte Maximilian Holdenrieder von der Sechserposition in die Abwehrkette, den Job vor der Abwehr übernahm Rainer Storhas.

Zu diesem Zeitpunkt stand es allerdings bereits 2: 0 für die Gäste: In der 13. Minute hatte Meisel einen schönen Angriff abgeschlossen, in der 21. war es Ömek gewesen, der die Landsberger Abwehr schlecht hatte aussehen lassen. Rösch war bei beiden Gegentreffern machtlos.

Zwar hatten auch die Landsberger einige gute Chancen, kamen aber nicht zum Abschluss oder wurden wegen Abseits zurückgepfiffen. Insgesamt hatte Schwabmünchen aber mehr vom Spiel. Trotzdem gelang den Gastgebern nach einer Ecke der 1: 2-Anschlusstreffer durch Sebastian Bonfert. Kurz vor der Pause der nächste Schock für die Landsberger: Florian Mayer, der bereits Gelb gesehen hatte, schlug in der 44. Minute den Ball weg – mit Gelb-Rot wurde er vom Platz gestellt.

Nach der Pause beorderte Kresin Rainer Storhas für Mayer in die Abwehrkette, trotz Unterzahl zeigte die Heimelf einen beherzten Auftritt. Landsberg war den Gästen nicht nur ebenbürtig, sondern sogar überlegen. Nun gab es gute Chancen auf beiden Seiten, aber die Tore blieben aus. Inzwischen war Sören Göbel für Felix Mailänder im Spiel, und der 20-Jährige sorgte vorne für Wirbel.

Schwabmünchen hatte nur mehr selten Gelegenheit, Konter zu setzen, diese waren dann aber brandgefährlich. Doch die Gäste gingen ausgesprochen fahrlässig mit ihren Chancen um – eigentlich rächt sich so etwas in einem so engen Spiel. Tatsächlich schien es nur mehr eine Frage der Zeit, wann die Landsberger den Ausgleich, den sie sich schon lange verdient hatten, schießen würden.

Doch in der 85. Minute kam der nächste Nackenschlag. Maximilian Holdenrieder soll nach einer Behandlungspause ohne Zustimmung des Schiris auf den Platz zurückgekehrt sein, da auch er schon Gelb hatte, sah er Gelb-Rot. Doch auch mit zwei Mann weniger machten die Landsberger weiter Druck. In der Nachspielzeit kam Keeper Rösch bei einer Ecke mit nach vorne – was anderes blieb dem TSV nicht übrig. Doch Schwabmünchen kam in Ballbesitz, und Villani versenkte ins leere Tor zum 3: 1-Endstand für die Gäste. Schade für die Landsberger, einen Punkt hätten sie auf jeden Fall verdient gehabt.

TSV: Rösch, Hennebach, Mayer, Birkner, Meichelböck (28. Storhas), Holdenrieder, Bonfert, Tugbay (77. Baumann), Fülla, Siegwart, Mailänder (65. Göbel)

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
Den Beitrag finden Sie im Landsberger Tagblatt - HIER