In der Nachspielzeit gibt der Fußball-Bayernligist TSV Landsberg in Ismaning den Sieg aus der Hand. Für den neuen Trainer Sven Kresin gibt es zum Einstand aber immerhin einen Punkt.

Eine Ecke für Ismaning in der Nachspielzeit vermasselte Sven Kresin den perfekten Einstand. Der neue Trainer des TSV Landsberg musste in der 92. Minute mit ansehen, wie Ismaning nach einer Ecke doch noch zum 2:2 kam. Immerhin gab es für Kresin und sein Team einen Punkt, der aber nicht weiterhilft, die Landsberger rutschen auf einen Relegationsplatz der Bayernliga ab.

Sven Kresin, der neue Trainer des TSV Landsberg, war ganz knapp vor einem perfekten Einstand. Doch in der Nachspielzeit mussten die Landsberger in Ismaning noch den Ausgleich hinnehmen. Bild: Messelhäuser

Mühseliger Beginn

Es war ein mühseliger Beginn, beide Mannschaften waren darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Sowohl Landsberg als auch Ismaning setzte in erster Linie auf Ballbesitz. Beide Teams entschieden sich dabei statt eines riskanten Balls nach vorne lieber für den Rückpass zum Torwart und konnten dies ohne vom Gegner ernsthaft gestört zu werden auch machen. So plätscherte die Partie in der ersten Halbzeit meist vor sich hin. Nur zu Beginn hatten die Landsberger eine gute Chance (4.) und fast im Gegenzug Ismaning (6.), ansonsten gab es für die Torhüter, abgesehen als Anspielpartner, eigentlich nichts zu tun.

Das änderte sich schnell nach der Pause, denn in der 51. Minute legte Ismaning das 1:0 vor. Nach einer Ecke gab es einen gefährlichen Querschläger, der aber nur zur zweiten Ecke führte. Da passte die Zuordnung im Landsberger Strafraum nicht, und Clemens Kubina ließ Landsbergs Keeper Patrick Rösch keine Chance. Jetzt kam Leben ins Spiel, denn nun agierten auch die Landsberger offensiver. Trotzdem hatte Ismaning mit einem Konter in der 53. die nächste Chance, vergab aber. In der 61. Minute bewies Kresin bei seiner Einwechslung ein glückliches Händchen. Er brachte Felix Mailänder für Alessandro Mulas, und noch in derselben Minute, mit seinem ersten Ballkontakt, erzielte Mailänder den 1:1-Ausgleich.

Schön herausgespielte Tore

Die Landsberger machten danach weiter Druck, erspielten sich ein leichtes Übergewicht. Und Mailänder war auch am zweiten Treffer der Landsberger beteiligt. Er passte zu Philipp Siegwart, dieser sah den heranstürmenden Andreas Fülla, gab uneigennützig ab, und Fülla versenkte zum verdienten 2:0 (82.). In der 86. Minute hätten die Landsberger eigentlich den Deckel draufmachen müssen. Der inzwischen eingewechselte Sören Göbel lief aufs Ismaninger Tor zu, hätte selbst schießen können, passte aber zu Mailänder, und der scheiterte am Ismaninger Keeper. Eine hundertprozentige Chance, die die Landsberger da liegengelassen hatten, und das rächte sich.

Erst gab es für Mailänder in der 90. Minute noch Gelb-Rot, und Ismaning setzte alles auf eine Karte. Die Nachspielzeit lief bereits, als die Gastgeber noch mal eine Ecke erhielten. Wieder passte die Zuordnung nicht – Andreas Brandstetter konnte den nun etwas glücklichen Ausgleich für die Ismaninger erzielen. Für die Landsberger war dieses Unentschieden eine gefühlte Niederlage.

TSV Landsberg: Rösch, Hennebach, Mayer, Birkner, Meichelböck, Storhas, Bonfert, Siegwart, Fülla, Tugba (78. Göbel), Mulas (61. Mailänder)

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
Den Beitrag finden Sie im Landsberger Tagblatt - HIER