Der 43-jährige Ex-Profi-Fußballer hat sich beim Bayernligisten langfristige Ziele gesetzt. Diese betreffen nicht nur die erste Mannschaft. Was er zum aktuellen Kader sagt.

Es ist der Wunschkandidat: Sven Kresin, der bereits von 2010 bis 2016 Trainer bei den Fußballern des TSV Landsberg war, ist der Nachfolger von Trainer Hermann Rietzler. Am Donnerstagabend wurde Kresin offiziell vorgestellt. Das stellt allerdings den SV Fuchstal vor ein Problem, den Kreisklassisten hatte Kresin in der vergangenen Winterpause übernommen.

Sven Kresin (zweiter von links) kehrt zum TSV Landsberg zurück. Robert Michel, Patrick Freutsmiedl und Sebastian Gilg von der Fußball-Abteilung des TSV präsentierten die Nachfolger von Trainer Hermann Rietzler am Donnerstagabend. Bild: Thorsten Jordan

Sebastian Gilg stellt den Kontakt her

Und der TSV plant langfristig mit Kresin, denn dieser wird sich auch in die Jugendarbeit einbringen. „Meine Erfahrung bezüglich der Athletik und Motorik möchte ich da mit einbringen, damit wir in vier bis sechs Jahren Spieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft integrieren können“, sagt Kresin, der als Personal-Trainer arbeitet und in Landsberg die Bewegungs-Area, ein Fitnessstudio, betreibt.

Maßgeblich am Wechsel von Kresin von Fuchstal nach Landsberg beteiligt war Sebastian Gilg. Der 28-Jährige gehörte vergangene Saison der Landesliga-Meistermannschaft an, musste aber nach Verletzungen und aus privaten sowie beruflichen Gründen eine Pause einlegen. Er arbeitet in der Abteilungsführung mit und sorgte so für den Kontakt mit Kresin. „Mich reizt das Sportliche“, begründet der neue Trainer den Wechsel. In Fuchstal habe er viele ganz tolle Menschen und Spieler kennengelernt, aber „mein Innerstes drängt mich zu mehr“.

Das Spiel gegen Wasserburg hat überzeugt

In dieser Saison hat Kresin noch nicht viele Spiele der Landsberger gesehen, aber in der Partie gegen Wasserburg (4:0-Sieg) habe die Mannschaft „die Tugenden gezeigt, die im Fußball ganz wichtig sind. Für den Klassenerhalt beziehungsweise den Nicht-Abstieg“. Damit nennt Kresin auch das Saisonziel. Seiner Meinung nach ist der Kader wettbewerbsfähig, weitere Neuzugänge seien damit nicht geplant.

In der Saison 2010/11 war der ehemalige Fußball-Profi zum TSV Landsberg gekommen, zunächst als Spieler, doch schon bald löste er den damaligen Trainer Jürgen Lugmair ab. In der Saison 2013/14 hatte Kresin den TSV Landsberg nach 16 Jahren wieder zurück in die Bayernliga geführt. Im ersten Jahr belegten die Landsberger unter Kresin einen sehr guten achten Platz, im zweiten musste man bis zuletzt gegen den Abstieg kämpfen.

Kresin spielte auch für die Münchner Löwen

Anschließend zog sich Kresin zurück, war eineinhalb Jahre Trainer in Oberweikertshofen, ehe er in der vergangenen Winterpause zum abstiegsgefährdeten Kreisklassisten SV Fuchstal ging. Kresin konnte die Fuchstaler zwar nicht mehr ins Mittelfeld der Tabelle führen, in der Relegation sicherte er sich mit dem SVF aber den Klassenerhalt.

Als Spieler war Kresin, der im hessischen Dieburg geboren ist, unter anderem für Rot-Weiß Erfurt und den FC Schweinfurt in der 2. Liga aktiv, von 1996 bis 2001 spielte er bei den Münchner Löwen in der zweiten Mannschaft. Seine Profikarriere beendete er 2010, damals spielte er bei Wacker Burghausen in der dritten Liga. Er zog zu Frau und Kindern nach Landsberg, hat sich selbstständig gemacht.

Die erste Bewährungsprobe für den neuen Trainer steht am Samstag an, dann sind die Landsberger beim Tabellensiebten Ismaning zu Gast (Beginn 14 Uhr). Das erste Heimspiel steht am 7. September auf dem Plan, und zwar bereits ab 12.30 Uhr gegen den TSV Nördlingen, der aktuell mit den Landsbergern punktgleich (7) ist.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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