Der TSV Landsberg fügt Bayernliga-Spitzenreiter Wasserburg die erste Niederlage in der Punktrunde zu. Nicht nur das Ergebnis begeistert die Fans, sondern auch die Spielweise. In Sachen Trainer könnte am Samstag eine Entscheidung fallen.

„Hoffentlich wird es keine zweistellige Niederlage“, diese und ähnliche Aussagen waren zumeist vor dem Heimspiel des TSV Landsberg gegen Spitzenreiter Wasserburg am Freitagabend zu hören. Doch es kam ganz anders: Das Trainer-Trio mit Florian Mayer, Sebastian Bonfert und Rainer Storhas, das nach dem Rücktritt von Hermann Rietzlervorübergehend übernommen hat, führte die Mannschaft zu einem sensationellen 4:0-Erfolg.

Alessandro Mulas (Nummer 13) traf zwei Mal gegen Wasserburg. Der 4:0-Erfolg war aber der geschlossenen und überzeugenden Leistung der gesamten Mannschaft zu verdanken. Bild: Julian Leitenstorfer

Auch in der Höhe verdient

Dieses Ergebnis war dabei in seiner Höhe absolut verdient, denn die Landsberger zeigten einfach eine sagenhafte Leistung. Das Spiel erinnerte an die besten Partien der vergangenen Saison, als sie Landesliga-Meister geworden sind: Enorm lauffreudig, mit großem Einsatz und stark in den Zweikämpfen überraschten die Gastgeber den Spitzenreiter und kauften ihm den Schneid ab.

Da wurde nicht groß auf Ballbesitz Wert gelegt – mit wenigen, perfekten langen Bällen standen die Landsberger vor dem Tor der Gäste und so fiel schon nach gut einer Minute die Führung. Jonas Meichelböck bediente Philipp Siegwart und der traf zum 1:0. Wasserburg hatte sich davon noch nicht erholt, als der Ball schon wieder hinter der Linie war. In der 5. Minute nutzte Alessandro Mulas einen krassen Fehler im Wasserburger Spielaufbau und erhöhte auf 2:0.

Es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch

Landsberg machte weiter Druck und die Gäste fanden nicht ins Spiel. Erst nach einer Viertelstunde war auch Wasserburg „angekommen“ und nun war es eine schnelle Partie mit Torszenen auf beiden Seiten. Die Gäste wurden nun immer stärker und Landsberg konnte nur mehr Nadelstiche setzen. Genau im richtigen Moment war erneut Mulas zur Stelle: In der 42. Minute scheiterte Siegwart mit seinem Abschluss, aber der 19-jährige Neuzugang der Landsberger verwandelte zum 3:0-Pausenstand.

Kein Ball wird verloren gegeben

In der zweiten Halbzeit war erst mal Landsbergs Abwehr gefragt, die aber mit Hennebach, Storhas, Birkner und Meichelböck fehlerfrei spielte. Auch, da sie von allen Vorderleuten unterstützt wurden – von Keeper Rösch bis zu den Stürmern: Alle Spieler zeigten eine sehenswerte Leistung. Jeder kämpfte für jeden, gab keinen Ball verloren – es machte einfach Spaß, den Landsbergern zuzusehen. Und auch der TSV hätte das Ergebnis schnell erhöhen können, doch erst in der 70. Minute fiel mit dem 4:0 die Vorentscheidung: Mulas bereitete vor und Orkun Tugbay versenkte per Kopf. Wasserburg versuchte noch, zum Ehrentreffer zu kommen, aber vergeblich.

Jetzt darf man gespannt sein, wer den Posten des Cheftrainers übernehmen wird. Möglicherweise fällt am Samstag eine Entscheidung, so Abteilungsleiter Robert Michel. Auf jeden Fall übernimmt dieser eine Mannschaft, die durchaus erfolgreichen und begeisternden Fußball bieten kann.

TSV Landsberg: Rösch, Hennebach, Storhas, Birkner, Meichelböck, Göttle (77. Wolf), Bonfert, Fülla, Tugbay (89. Göbel), Siegwart, Mulas (77. Mailänder)

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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