Nach dem sensationellen Pokalsieg gegen Pullach gehen die Landsberger Fußballer in der Bayernliga-Punktrunde leer aus. Ein Spieler wird zur tragischen Figur.

Dem Pokal-Kracher folgt die Liga-Pleite: Nach einem schwachen Auftritt muss sich der TSV Landsberg dem SV Pullach im Bayernliga-Punktspiel mit 0:1 geschlagen geben. Damit rutschen die Landsberger in der Tabelle auf den drittletzten Platz. Besonders bitter: Für David Anzenhofer war es das Abschiedsspiel, da er, wie berichtet, für zwei Jahre nach Amerika geht. Und ausgerechnet er vergab die Großchance für Landsberg, zumindest einen Punkt zu holen.

Im Pokal feierte der TSV Landsberg (weiße Trikots) gegen Pullach noch einen sensationellen Sieg. In der Punktrunde allerdings gab es eine bittere 0:1-Niederlage. Bild: Julian Leitenstorfer

Viele Änderungen in der Startelf

Mit einem sensationellen 7:5-Sieg hatten die Landsberger unter der Woche noch im Pokal gegen Pullach begeistert, von dieser Mannschaft standen am Samstag nur mehr Kapitän Sebastian Bonfert, Jonas Meichelböck und die am Dienstag eingewechselten Rainer Storhas und Alessandro Mulas in der Startelf. Auch die Gäste brachten „neues Personal“, setzten aber auf sechs Spieler, die auch am Mittwoch im Einsatz waren.

Die Gäste sorgten erneut für die ersten Akzente, wobei TSV-Keeper Patrick Rösch nach einer gefährlichen Flanke nach nur zwei Minuten sicher hielt. Der Regenschauer kurz vor Spielbeginn hatte den Untergrund sehr rutschig gemacht, das wurde den Landsbergern schließlich zum Verhängnis.

Der Rasen ist nach dem Regen sehr rutschig

David Anzenhofer, in der Vergangenheit Landsbergs Stütze in der Abwehr, leistete sich nach sieben Minuten einen Fauxpas im Aufbauspiel, den Martin Hennebach vor dem heraneilenden Pullacher gerade noch ausbügeln konnte. In der 13. Minute allerdings rutschte Anzenhofer beim Aufbaupass weg, Pullach nutzte diesmal die Chance und Gilbert Diep ließ Rösch keine Chance – 1:0 für Pullach. Ein geschenktes Tor.

Die Gastgeber mühten sich, um zum Ausgleich zu kommen, vergaben aber zu viele Chancen. Kurz vor der Pause kam auch noch Pech dazu, als ein Pullacher einen Kopfball von Florian Mayer noch von der Linie kratzen konnte.

Anzenhofer vom Punkt

Nach der Pause kam mit der Einwechslung von Andreas Fülla und Philipp Siegwart neuer Schwung ins Landsberger Angriffsspiel, doch Pullach setzte auch gefährliche Konter, sodass Rösch mehrmals retten musste. Im Abschluss war der TSV einfach nicht konsequent genug, oder hatte Pech. Trotzdem gab es noch die Großchance, zum Ausgleich zu kommen. In der 80. Minute wurde Sebastian Bonfert im Strafraum gefoult, und der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt.

David Anzenhofer, der in der vergangenen Saison alle 17 Elfmeter sicher verwandelt hatte, nahm sich den Ball. Doch es war nicht sein Tag: Der Pullacher Keeper parierte den Strafstoß – Anzenhofer wurde in seinem letzten Spiel beim TSV zur tragischen Figur. In den letzten zehn Minuten ließ Pullach nichts mehr anbrennen und nahm die Punkte schließlich nicht unverdient mit.

TSV: Rösch, Hennebach (84. Göbel), Anzenhofer, Storhas, Meichelböck, Bonfert, Mayer, Tugbay (65. Siegwart), Reitz, Mailänder, Mulas (65.Fülla)

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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