Der TSV Landsberg muss sich nach einem guten Bayernliga-Spiel in Kottern geschlagen geben. Die Gäste dominieren nach der Pause das Spiel, haben dann aber viel Pech.

Ein Unentschieden wäre verdient gewesen, doch es sollte nicht sein: Mit 1:2 muss sich der TSV Landsberg in Kottern geschlagen geben. „Wir sind alle sehr enttäuscht“, sagte TSV-Pressesprecher Patrick Freutsmiedl, der in Kottern dabei war. „In der zweiten Halbzeit war es fast ein Spiel auf ein Tor, aber der Ausgleich wollte einfach nicht fallen.“ Und als der Ball endlich über der Linie war, entschieden die Unparteiischen auf Abseits – was wiederum sehr strittig war.

Janick Reitz (rechts) erzielte das 1:1 in Kottern, am Ende unterlagen die Landsberger aber unglücklich. Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Gelungene Premiere für den jungen Torwart

Insgesamt zeigte der TSV aber eine gute Leistung, auch Nicolas Schestak (19), der zum ersten Mal im Tor der Bayernliga-Mannschaft stand, bot eine insgesamt souveräne Vorstellung. Im Endeffekt war es eine kleine Unachtsamkeit mehr aufseiten der Landsberger, die Kottern den zum Schluss sogar ein bisschen glücklichen Sieg ermöglichte.

In er 12. Minute kam die kalte Dusche für die Landsberger: Kottern ging durch Philipp Becker in Führung. Aber die Mannschaft von Trainer Hermann Rietzler steckte das Gegentor gut weg. Die Partie war ausgeglichen, wobei Kottern einen Tick gefährlicher war. Aber Nicolas Schestak war auf dem Posten.

Gewitter sorgt für eine Unterbrechung

Dann allerdings mussten die Spieler eine Zwangspause einlegen – über Kottern zog ein Gewitter hinweg. Nach ein paar Minuten Pause kamen die Teams zurück und Landsberg hatte die Unterbrechung besser verkraftet. Es ging hin und her, nun mit guten Chancen auf beiden Seiten. Zum besten Zeitpunkt, kurz vor der Pause, gelang Janick Reitz der inzwischen verdiente Ausgleich, mit dem es dann – regulär – erneut in die Kabine ging.

Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, nutzte Kottern praktisch seinen ersten Angriff zum am Ende entscheidenden Tor durch Sezer Yazir zum 2:1. Im Anschluss zog sich der Gastgeber zurück, setzte nur mehr Nadelstiche, und Landsberg bestimmte die Partie. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf das Tor der Gastgeber zu, doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Entweder zielte man nicht genau, traf einen Abwehrspieler oder scheiterte am Ende am Ex-Landsberger Keeper Tobias Heiland.

Der Schiedsrichter greift ein

In der 81. Minute war der Ball dann nach einem Freistoß doch im Tor der Gastgeber, aber Sebastian Bonfert war bei seinem Kopfball angeblich im Abseits gestanden. Kurz darauf dieselbe Situation: Landsberg trifft, aber der Schiedsrichter gibt Abseits. Es gab weitere sehr gute Möglichkeiten, doch der Ausgleich gelang nicht mehr. Am Einsatz lag es sicher nicht, da war viel Pech im Spiel und die eine oder andere unglückliche Entscheidung des Schiedsrichters.

Eine gute Nachricht gibt es aber auch noch: Rainer Storhas hat nun beim TSV wieder unterzeichnet: Der erfahrene Abwehrspieler steht Hermann Rietzler auf jeden Fall bis zur Winterpause zur Verfügung.

Bereits am Dienstag steht die nächste Partie für den TSV an. Dann ist Pullach im 3C-Sportpark zum Pokalspiel zu Gast.

TSV Landsberg: Schestak, Holdenrieder (80. Mulas), Anzenhofer, Vedder (62. Meichelböck), Hennebach, Mayer, Bonfert, Reitz, Tugbay, Gutia, Mailänder (59. Fülla)

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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