Der TSV Landsberg gerät in Deisenhofen schon früh in Rückstand. Trotz einer Steigerung nach der Pause geht die Mannschaft von Trainer Hermann Rietzler leer aus.

Eine verschlafene erste Halbzeit kostet den TSV Landsberg durchaus mögliche Punkte in Deisenhofen. Am Ende mussten sich Trainer Hermann Rietzler und sein Team mit 1:2 geschlagen geben. Doch nicht nur das Spiel haben die Landsberger verloren, Verteidiger Julian Birkner verletzte sich bei einem Zweikampf schwer und musste früh ausgewechselt werden.

Landsbergs Torhüter Patrick Rösch und Maximilian Holdenrieder hatten sich die Partie in Deisenhofen sicher anders vorgestellt. Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Birkner muss mit großer Wunde am Kopf vom Feld

„Julian wurde mit sieben Stichen genäht“, berichtet Rietzler, der mit seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit auch nicht zufrieden war. „Es war reine Kopfsache und wir waren in der ersten Hälfte nicht bei der Sache“, so sein Fazit. Wäre man 0:5 zurückgelegen, so der Coach, hätte man sich auch nicht beschweren dürfen.

Tatsächlich bekamen die Landsberger in der ersten Halbzeit keinerlei Zugriff auf das Spiel. Der erste Torabschluss gelang erst nach einer halben Stunde, als Orkun Tugbay aus guter Position abzog, Deisenhofens Keeper aber auf dem Posten war und auch die zweite Chance von Kapitän Sebastian Bonfert entschärfte. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Landsberger bereits 0:2 hinten. Gerade mal zwei Minuten waren gespielt, da hebelten die Gastgeber die Landsberger Abwehr zum ersten Mal aus und Martin Mayer sorgte für das 1:0 für Deisenhofen.

Landsberg zeigt sich viel zu unkonzentriert

Im Anschluss blieb die Heimelf spielbestimmend, Landsberg agierte in Ballbesitz zu behäbig. Mit dem Kurzpassspiel wurde kein Raum gewonnen, vielmehr brachte man sich selbst immer wieder durch Stockfehler in Bedrängnis. Nach dem ersten Gegentreffer rettete zwei Mal TSV-Keeper Patrick Rösch, doch dann gab es Elfmeter für die Gastgeber. Florian Mayer, der wieder in der Innenverteidigung spielte, übersah einen Gegner hinter sich und bei seinem Rettungsversuch holte er diesen von den Beinen. Marco Finster verwandelte unhaltbar zum 2:0 (18.). Wirklich wachgerüttelt wirkten die TSVler davon nicht, vielmehr konnte man froh sein, in der Folgezeit nicht noch weiter in Rückstand geraten zu sein.

In der 34. Minute kam es dann zu der langen Verletzungspause. Julian Birkner, eben erst nach einer Bänderverletzung in den Kader zurückgekehrt, prallte bei einem Kopfballduell mit einem Gegner so unglücklich zusammen, dass er mit der Tage vom Feld gebracht werden musste. Das wäre beinahe noch schief gegangen, als einer der beiden Helfer stolperte, sich aber gerade noch abfing. Für Birkner kam umgehend Martin Hennebach ins Spiel.

Bonfert erzielt den Anschluss

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte Deisenhofen weitere Chancen, ehe die Landsberger endlich einen sauberen Angriff durchbrachten. Nach einem Doppelpass mit Kevin Gutia traf Sebastian Bonfert zum 1:2-Anschluss, wobei ihm die Deisenhofener Abwehrspieler nur zuschauten.

Nach der Pause waren die Landsberger endlich im Spiel. Jetzt ging man besser in die Zweikämpfe und gestaltete die Partie zunächst ausgeglichen. Mit der Zeit übernahmen die Landsberger sogar immer mehr das Kommando. Deisenhofen blieb durch Konter gefährlich, kam jetzt aber nicht mehr durch. Der TSV bestimmte nun die Partie immer mehr, aber die richtig guten Torchancen blieben aus.

Nach der Pause wie ausgewechselt

In der 81. Minute hatte Orkun Tugbay die vielleicht beste. Einen Freistoß aus etwa 18 Metern zirkelte er schön über die Mauer, doch Deisenhofens Keeper spitzelte den Ball noch über die Latte. Auch der eingewechselte Felix Mailänder zog schon in der Nachspielzeit einfach ab, setzte seinen Volleyschuss aber knapp neben den Pfosten. Die Landsberger konnten die verschlafene erste Halbzeit nicht mehr ausgleichen.

TSV: Rösch, Holdenrieder (65. Göbel), Mayer, Wolf, Birkner (34. Hennebach), Göttle (56. Mailänder), Bonfert, Reitz, Tugbay, Fülla, Gutia

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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