Der Bayernliga-Aufsteiger TSV Landsberg überrascht positiv im ersten Testspiel gegen den Regionalligisten Illertissen. Gegen das Profi-Team von Türkgücü-Ataspor München leisten sich die Fußballer dann zu viele Fehler.

Zum Auftakt gleich zwei Regionalligisten als Testgegner – die Fußballer des TSV Landsberg präsentierten ihren Fans zwei hochkarätige Vorbereitungsspiele. Vor allem das am Samstag, gegen den Regionalliga-Aufsteiger Türkgücü-Ataspor München, ließ auf einen richtigen Knaller hoffen. Die Münchner haben auf einen Profi-Kader umgestellt und peilen den Durchmarsch in die 3. Liga an. Doch es sollte anders kommen: Wirklich packend war das Spiel am Freitag gegen IllertissenI. Für Hermann Rietzler, den Trainer der Landsberger nicht überraschend: „Die Spieler waren am Samstag einfach platt, physisch und psychisch.“ Auch München sei in der zweiten Halbzeit eingebrochen.

Nicht mal 24 Stunden Regeneration hatten die Landsberger, links Neuzugang Philipp Vedder, dann mussten sie gegen Türkgücü-Ataspor München ran. Mit der 0:6-Niederlage zog sich der TSV doch noch gut aus der Affäre. Bild: Julian Leitenstorfer

Wenig Zeit und viele neue Spieler

Nach nur wenigen Tagen Vorbereitung präsentierte sich der TSV gegen Illertissen dagegen bereits in einer guten Form und gewann sogar 3:1. Der Auftritt der Landsberger sorgte für Vorfreude auf Samstag.

Die Hoffnungen wurden jedoch enttäuscht. Dass die Münchner überlegen sein würden, davon musste man ausgehen. Schließlich hatten sie unter der Woche den Bayernligisten Pullach mit 12:0 vom Platz gefegt, überraschend war jedoch, dass sich die Landsberger so schnell in ihr Schicksal ergaben. Neun Minuten hielt die Abwehr dem Sturmlauf der Gäste stand, dann aber traf München innerhalb von fünf Minuten drei Mal (9./11./14.). Zuvor hatte auch der TSV eine gute Chance: Nach einem schönen Pass von Orkun Tugbay auf Janick Reitz verzog dieser jedoch.

Die Landsberger versuchten weiterhin, von hinten das Spiel aufzubauen, banden auch Keeper Patrick Rösch immer in den Aufbau mit ein, doch das ging regelmäßig schief: Die Münchner waren athletisch, technisch und auch gedanklich immer den Tick schneller, sodass Landsberg selten bis zur Mittellinie kam. So fielen in der 22. und 27. Minute auch noch die Treffer zum 5:0-Pausenstand. Eine gute Chance hatten die Landsberger noch nach einem feinen Pass von Kapitän Sebastian Bonfert auf Janick Reitz, doch der verzog.

In der zweiten Hälfte waren beide Mannschaften kräftemäßig am Ende. Der eingewechselte Andreas Fülla sorgte im Landsberger Angriff noch mal für Belebung, doch nach dem 6:0 der Gäste, dem ein katastrophaler Landsberger Fehlpass im Aufbau vorangegangen war, plätscherte die Partie mehr oder weniger dahin.

Gut aus der Affäre gezogen

Mit diesem 0:6 haben sich die Landsberger im Vergleich zu Pullach gut aus der Affäre gezogen, was aber eher daran lag, dass München nach der Pause viel wechselte und – da die Kraft nachließ – mehrere Gänge zurückschaltete.

Hermann Rietzler war dennoch mit beiden Spielen zufrieden. „Man muss bedenken, dass wir in beiden Partien zehn Spieler unter 23 Jahren eingesetzt haben.“ Gegen München habe man in der ersten Halbzeit zu defensiv gespielt. „Das haben wir nach der Pause geändert und nur mehr ein Tor kassiert“, so sein Fazit. Bewusst habe man im Aufbau nicht mit langen Bällen gespielt, um „zu sehen, was gegen einen solchen Gegner möglich ist“. Am Donnerstag steht der nächste Test an, ab 19.15 Uhr zu Hause gegen Mering.

TSV-Aufgebot (beide Spiele): Leon Veliu, Patrick Rösch, Alexander Buschel, Lukas Göttle, Martin Hennebach, David Anzenhofer, Florian Mayer (neu - Türkgücü-Ataspor München), Julian Sachs (neu - Kaufbeuren), Manuel Wolf (neu - Kaufbeuren), Sebastian Bonfert, Andreas Fülla, Kevin Gutia, Jonas Meichelböck, Maximilian Holdenrieder (FC Penzing), Janick Reitz (neu - Ichenhausen), Manuel Scherers (neu - MemmingenII), Orkun Tugbay (neu - Garching), Philipp Vedder (neu - Kottern), Wolfgang Baumann (neu - MemmingenII), Ardian Kelmendi.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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