Traumtore des Gegners und ein früher Abgang von Landsbergs Spielertrainer Muriz Salemovic entscheiden die Partie. Ein weiterer Zugang ist nun bekannt.

Es ist ein Gefühl, dass die Spieler des TSV Landsberg schon lange nicht mehr erlebt haben: Erstmals seit  Anfang November hat die Mannschaft wieder verloren. Am letzten Spieltag verließ sie nach einem 3:1 in Kaufbeuren den Platz als Verlierer.

Kaufbeurens Simon Ried (blaues Trikot) scheiterte in dieser Situation zwar noch knapp, später gelang ihm gegen Landsberg aber ein Traumtor. TSV-Keeper Leon Veliu war da chancenlos. Bild: Harald Langer

Von Beginn an in Rückstand

Kaum hatte der Schiedsrichter die Partie angepfiffen, liefen die Landsberger auch schon einem Rückstand hinterher. Maximilian Süli brachte Kaufbeuren, das noch um den Klassenerhalt kämpfen musste, in Führung (1.). Vorausgegangen war ein Fehler des TSV, der eigentlich in Ballbesitz war. Trainer Muriz Salemovic nahm es anschließend gelassen. „Wir versuchen immer spielerische Lösungen zu finden, auch wenn es wie in diesem Fall darum geht, von hinten herauszuspielen. Das ist mit einem gewissen Risiko behaftet und in dem Fall eben schiefgegangen.“ Gleich drei Kaufbeurer standen im 16er der Landsberger, und einer schoss den Ball unhaltbar aus 16 Metern ins Eck.

Gelb-Rote-Karte für den Spielertrainer

Noch in der Anfangsphase (12.) kassierten die Landsberger bereits den zweiten Gegentreffer. Michael Stahl hämmerte den Ball aus 25 Metern ins Kreuzeck. „Das war ein Traumtor, da war nichts zu machen“, sagte Salemovic danach anerkennend. Kurz darauf war für Landsbergs Spielertrainer die Partie wegen einer Gelb-Roten Karte allerdings schon beendet (23.). Die erste Gelbe Karte hatte er kassiert, weil er den Schiedsrichter nach einigen umstrittenen Entscheidungen aufforderte, dieser solle mal „auf dem Platz ankommen“. Aus Sicht vom Salemovic war es „keine schwierig zu pfeifende Partie, aber der Schiedsrichter tat sich dennoch schwer“.

Die zweite Karte und damit den Platzverweis gab es für ein Foul. Seine Mannschaft musste deswegen eine Stunde in Unterzahl spielen. Das sei aber nicht zu sehen gewesen, lobte er seine Spieler, die sich weitere Chancen erarbeiteten und schließlich durch David Anzenhofer zum Anschlusstreffer kamen. (42.). Dieser verwandelte einen Foulelfmeter und traf damit in der abgelaufenen Saison insgesamt 23-mal. In der Bayernliga steht der Torjäger, der auch in der Abwehr spielen kann, den Landsbergern aber nicht mehr zur Verfügung. Er hat ein zweijähriges Sport-Stipendium an der Lynn-University in Florida bekommen und wird für die College-Mannschaft der Universität spielen.

Daniel Neuhaus im Pech

Im weiteren Verlauf des Spiels im Ostallgäu hatte dann Daniel Neuhaus Pech, als sein Schuss am Innenpfosten landete, aber eben nicht im Tor. Für den Schlusspunkt sorgte Simon Ried (78.) mit einem weiteren Traumtor. Sein Schuss landete an der Unterkante der Latte und dann im Gehäuse der Landsberger. Er sicherte seiner Mannschaft – aus der Julian Sachs und Manuel Wolf nach Landsberg wechseln – damit den Klassenerhalt.

Mittelfeldspieler wechselt von Ichenhausen zum TSV

Wie das LT erfahren hat, hat der TSV zudem Janick Reitz (22) für die kommende Saison in der Bayernliga unter Vertrag genommen. Der Mittelfeldspieler kommt von Ichenhausen, das in der abgelaufenen Saison den dritten Tabellenplatz in der Landesliga belegt hat.

Landsbergs Sportlicher Leiter Arek Wochnik bestätigte die Personalie auf Nachfrage unserer Zeitung. Janick Reitz erzielte diese Saison in 31 Einsätzen zwölf Tore und bereitete weitere 15 vor. „Er ist ein sehr dynamischer Spieler, der offensiv und defensiv Qualitäten mitbringt und sicher eine Verstärkung für unsere Mannschaft ist“, so Wochnik.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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