Im letzten Heimspiel der Saison hat der Gegner aus Garmisch-Partenkirchen überraschend viele Chancen. Eine Einwechslung des Trainers zahlt sich aus.

Bei einigen Spielern des TSV Landsberg war nach dem Aufstieg in die Bayernliga etwas die Luft raus, wie sich beim Duell gegen Garmisch-Partenkirchen in der Landesliga zeigte. Die Landsberger ließen für ihre Verhältnisse vergleichsweise viel zu, siegten am Ende aber dennoch mit 3:1.

Daniel Holzmann (dunkles Trikot) wurde im Heimspiel gegen Garmisch-Partenkirchen zur Halbzeit eingewechselt und erzielte zwei Tore. Bild: Julian Leitenstorfer

Der Trainer hat Verständnis

„Vier oder fünf Spieler haben nicht ihre normale Form erreicht“, sagte Trainer Muriz Salemovic nach dem Spiel und zeigte Verständnis, dass sie nicht zu 100 Prozent bei der Sache waren. „Die Meisterschaft ist gesichert, wir haben gefeiert und die Woche auch nur ein lockeres Training absolviert.“ Dennoch attestierte er seiner Mannschaft, dass die gezeigte Leistung „insgesamt in Ordnung gewesen“ ist.

Nur mit der Chancenverwertung haderte der Spielertrainer der Landsberger etwas. In der ersten Halbzeit hatte der TSV viele gute Chancen und hätte daraus vier oder fünf Tore erzielen können, teils müssen. So traf Martin Hennebach beispielsweise aus 25 Metern Entfernung das leere Tor nicht und auch David Anzenhofer brachte den Ball bei einer Großchance nicht im leeren Tor unter.

Glückliches Händchen von Muriz Salemovic

Besser machte es Anzenhofer in der 14. Minute, als er seine Mannschaft in Führung brachte. Nach einer Ballstafette über Sebastian Bonfert, Hennebach und Salemovic kam der Ball zum Landsberger Torjäger, der zum 22. Mal in dieser Saison traf. Mit der knappen Führung ging es dann auch in die Pause. Der Trainer wechselte gleich zweimal und bewies dabei ein glückliches Händchen. Für Hennebach brachte er Daniel Holzmann, der noch zwei Tore beisteuern sollte. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung vollendete er bereits per Hacke zur 2:0-Führung. Zuvor funktionierte das Umschaltspiel der Landsberger sehr gut. Salemovic bediente Daniel Neuhaus, der sich mit einer Drehung schön freispielte und Kevin Gutia bediente, der wiederum genau in die Schnittstelle zu Holzmann passte.

Interessantes Spiel für die Zuschauer

Auch danach spielten die Gäste weiter munter mit und belohnten sich mit dem Anschlusstreffer (70.). Für die Zuschauer war es ein interessantes Spiel, was auch an der Taktik beider Klubs lag, sagt der TSV-Trainer. „Beide Vereine haben mit offenem Visier gespielt und die Verteidigung etwas vernachlässigt.“ Nach dem Anschlusstreffer flachte die Partie dann allerdings etwas ab. Wobei trotzdem auf beiden Seiten weitere gute Chancen vergeben wurden. So traf ein Spieler der Gäste das leere Tor aus fünf Metern Entfernung nicht und Landsbergs Ersatztorhüter Leon Veliu, der diesmal von Beginn an ran durfte, musste mehrfach eingreifen. Dafür gab es nach der Partie ein Lob vom Trainer: „Er hat wirklich gut gehalten und mitgespielt.“

Daniel Holzmann krönt sein Solo

Den Schlusspunkt setzte dann erneut Daniel Holzmann in der Nachspielzeit. Nach einem Standard von Garmisch-Partenkirchen konnten die Landsberger den Ball erobern und konterten die Gäste aus. Holzmann lief über 40 Meter mit einem Gegenspieler über den Platz und traf zum 3:1.

Gewinnt der TSV auch noch sein letztes Saisonspiel in Kaufbeuren, hat die Mannschaft alle Partien nach der Winterpause und insgesamt 27 der 34 Pflichtspiele gewonnen.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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