Der TSV Landsberg wollte sein letztes Heimspiel eigentlich verlegen. Warum der Verband das abgelehnt hat.

Die Fußballer des TSV Landsberg hätten ihr letztes Heimspiel der Saison gegen Garmisch-Partenkirchen gerne schon am Donnerstagabend ausgetragen, weil Mittelfeldspieler Rainer Storhas heute heiratet und mehrere Spieler eingeladen sind.

Der Gegner kann den Klassenerhalt theoretisch noch schaffen

„Weil Garmisch allerdings noch die theoretische Chance auf den Klassenerhalt hat, hat der Verband der Vorverlegung nicht zugestimmt“, sagt TSV-Trainer Muriz Salemovic. Die Gäste sind Vorletzter der Tabelle und haben bei zwei noch ausstehenden Spielen sechs Punkte Rückstand auf Kaufbeuren und Wolfratshausen sowie das schlechteste Torverhältnis der drei Mannschaften. Nachdem das Spiel aber nicht vorgezogen wurde, werden sich einige Spieler nach der Partie schnell in Richtung Hochzeitsfeier des Mannschaftskollegen verabschieden, prophezeit Landsbergs Trainer.

Mittelfeldspieler Rainer Storhas (rechts) fehlt am Samstag aus gutem Grund: Er heiratet. Der TSV hätte das Spiel deswegen gerne vorverlegt, aber der Verband hat das Ansinnen abgelehnt. Bild:  Julian Leitenstorfer (Archivfoto)

Zwei Saisonziele hat die Mannschaft noch

Zuvor gelte die Aufmerksamkeit allerdings der Partie gegen Garmisch-Partenkirchen und die Landsberger Mannschaft hat durchaus noch Ziele. So sollen am Ende der Saison mehr als 80 Punkte auf dem Konto sein. Aktuell sind es 79. Zudem wollen die nach der Winterpause ungeschlagenen Landsberger eine andere Serie fortsetzen. „In der Saison ist es bislang keinem Kontrahenten gelungen, in beiden Spielen gegen uns Punkte zu holen“, sagt der Trainer. Das gelang Garmisch-Partenkirchen im Hinspiel, das 3:3 endete.

Die Gäste starteten stark in die Saison und waren an den ersten zehn Spieltagen auch oben mit dabei, wurden dann aber durchgereicht. Warum das so ist, weiß Salemovic aber nicht. „Dafür bin ich zu weit weg von der Mannschaft. Ich weiß nur, dass sie mit Maximilian Berwein und Franz Fischer zwei sehr gute Spieler haben, die zu den besten in der Liga gehören.“ Berwein hat heuer 19 Tore erzielt und Fischer elf.

Ersatzspieler stehen in der Startelf

Beim letzten Heimspiel stehen auch Spieler in der Startelf, die während der Saison öfter zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten, kündigt der Trainer an. „Das haben sie sich verdient.“ Dazu gehören unter anderem Daniel Neuhaus und Julian Birkner. Auch im Tor wird es einen Wechsel geben. Leon Veliu soll Gegentore verhindern.

Die offizielle Verabschiedung der Spieler, die den Verein verlassen, wird nicht während des Heimspiels erfolgen, teilt Abteilungsleiter Robert Michel auf Anfrage des LT mit. Auf eines können sich die Fans des TSV aber laut Vertriebsvorstand Dieter Drössler freuen: Freibier. Spendiert wird es von einem der TSV-Sponsoren, der König Ludwig Schlossbrauerei aus Kaltenberg.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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