Nur ein Jahr nach dem Abstieg gelingt die Rückkehr in die höhere Spielklasse. Wie Trainer Muriz Salemovic die Partie gegen Egg/Günz und die Saison erlebt hat.

Die Spieler des TSV Landsberg haben beim SV Egg/Günz gewonnen und damit den Wiederaufstieg in die Bayernliga vorzeitig geschafft. Anschließend wurde bereits im Unterallgäu ausgiebig gefeiert. Bild: Siegfried Rebhan

Muriz Salemovic war nach dem Abpfiff des Landesligaspiels in Egg an der Günz am Telefon kaum zu verstehen. Um ihn herum feierten die Spieler, Betreuer und Verantwortlichen ausgelassen und lautstark den direkten Wiederaufstieg des TSV in die Bayernliga. Mit einem 2:1-Auswärtssieg beim SV Egg/Günz machten die Landsberger den Aufstieg perfekt.

Alle Partien nach der Winterpause gewonnen

„Wer heute Abend nicht mehrere Promille hat, hat was falsch gemacht. Wir haben eine sensationelle Saison gespielt und mussten uns alles hart erarbeiten. Ich kann mich an kein einziges Spiel erinnern, das wir glücklich gewonnen haben. Hinzu kommen langzeitverletzte Leistungsträger. Ich bin total stolz auf das Team“, sagte Trainer Salemovic. Seine Mannschaft hat alle zehn Spiele nach der Winterpause gewonnen. Diese Serie und den damit verbundenen Aufstieg feiern die Fußballer am Sonntagabend nach ihrer Rückkehr in die Lechstadt beim Italiener.

Sehenswertes Solo von Philipp Siegwart

Bei dem Spiel gegen die Mannschaft aus dem Unterallgäu kam der TSV sehr gut in die abwechslungsreiche Partie hinein und ging nach einem sehenswerten Solo von Philipp Siegwart in Führung (15.). Der Stürmer lief mit hohem Tempo auf das gegnerische Tor zu und zog aus rund 20 Metern ab. Eggs Torwart Lukas Trum hatte keine Chance. Anschließend entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften weitere Tore hätten erzielen können. Es ging aber mit der knappen Führung in die Halbzeitpause.

Das Spiel hätte auch 4:4 enden können

Abwechslungsreich ging es danach weiter. „Es war ein tolles Spiel, das durchaus auch 4:4 hätte ausgehen können“, sagte Salemovic. Für großen Jubel auf Landsberger Seite sorgte dann Jonas Meichelböck in der 61. Minute. Er verwertete einen Pass von Andreas Fülla. Einen kleinen Wermutstropfen gab es dann aber doch. In der 87. Minute musste Verteidiger Lukas Göttle nach einer Gelb-Roten-Karte vom Platz. Beide Karten hatte er für taktische Fouls kassiert. „In der Situation musste er einfach hingegen und auf diese Weise klären“, sagte Salemovic. In der Folge gelang Egg/Günz dann auch noch der Anschlusstreffer (90.) durch Julian Singer. Die drei Minuten Nachspielzeit überstand der TSV Landsberg dann allerdings ohne weiteres Gegentor, wobei ein Punkt aus der Partie ohnehin gereicht hätte, um den Aufstieg klarzumachen.

Ein Ziel gibt es noch

Nach dem Abpfiff war dann Feiern angesagt. „Jetzt lassen wir es krachen. Keine Ahnung, ob wir die Woche überhaupt noch mal trainieren“, so der Trainer. Einen Wunsch hat er allerdings für die zwei ausstehenden Saisonspiele noch. Er will die 80-Punkte-Marke knacken. Bislang hat Landsberg 79 Zähler auf dem Konto, und in der derzeitigen Form dürfte dieses Ziel wohl auch noch erreicht werden.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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