Im Nachholspiel gegen Ichenhausen hat der TSV sehr viel Mühe. Die Vorentscheidung in der Partie fällt nach einer strittigen Szene.

Der TSV Landsberg hat einen ganz großen Schritt in Richtung direkter Wiederaufstieg in die Bayernliga gemacht. Das Team von Trainer Muriz Salemovic hat den SC Ichenhausen im Nachholspiel am Mittwochabend mit 2:0 besiegt. Der Vorsprung auf Verfolger Türkspor Augsburg beträgt damit nun acht Punkte. Da es nur noch drei Spieltage sind, reicht den Landsbergern bereits ein Punkt, um aufzusteigen. Dies könnte bereits am Sonntag beim Auswärtsspiel bei der SV Egg/Günz (Landkreis Unterallgäu) gelingen.

Über Tore konnten in der ausgeglichenen Partie gegen Ichenhausen nur die Spieler des TSV Landsberg jubeln. Bild: Ernst Mayer

Patrick Rösch mit einer Glanztat

Dass die Partie gegen die starken Ichenhausener kein Selbstläufer werden würde, ahnten die Verantwortlichen des TSV schon beim Blick auf die Statistik. Die Mannschaft aus dem Landkreis Günzburg hatte keines der elf vorausgegangenen Saisonspiele verloren. Und die Mannschaft zeigte von Beginn an, dass sie die Serie auch gegen Landsberg fortsetzen wollen. Sie liefen die TSVler aggressiv an und störten früh, wodurch kein Fluss ins Spiel der Lechstädter kam. In der 7. Minute hätten sich die Gastgeber fast belohnt, wäre da nicht Torhüter Patrick Rösch gewesen. Ichenhausens Stürmer Kilian Kustermann war nach einer Flanke per Kopf zur Stelle, scheiterte aber am Landsberger Schlussmann. Lob gab es dafür nach der Partie von Co-Trainer Hermann Rietzler. „Der war eigentlich unhaltbar. Ganz großartige Reaktion von ihm.“

Landsberg nutzt seine Chancen konsequent

Auch in der Folge war Ichenhausen das spielbestimmende Team. Die Tore allerdings schossen die Landsberger. Wie schon gegen Neuburg am vergangenen Spieltag gelang dem TSV wieder eine Vorentscheidung innerhalb weniger Minuten. Erst traf Mittelfeldspieler Andreas Fülla (31.) und kurz darauf legte Sebastian Bonfert nach. Nach einer Freistoßentscheidung, die die Gastgeber sichtlich verärgerte, kickte Fülla die Kugel schnell in den Strafraum, wo Sebastian Bonfert goldrichtig stand (38.). Er berührte den schön geschossenen Freistoß nur minimal, aber doch entscheidend, mit dem Kopf, sodass der Ichenhausener Torwart keine Chance hatte. „Das waren im Grunde unsere einzigen wirklich guten Chancen, und die haben wir genutzt. Ichenhausen hat uns wirklich an unsere Leistungsgrenze gebracht“, sagte der Co-Trainer.

In der 59. Minute ging dann Stürmer Philipp Siegwart vom Platz und für ihn kam Abwehrspieler Julian Birkner. Das sei aber keineswegs eine rein taktische Maßnahme gewesen, um das Ergebnis zu verwalten, betont Rietzler. „Philipp war bereits vor dem Spiel angeschlagen und hat nach der Halbzeit noch ein paar Minuten durchgehalten. Viele Alternativen hatten wir auf der Bank auch nicht mehr.“

Platzverweis für Stefan Strohhofer

Am Ende der Partie – in der vierten Minute der Nachspielzeit – sah Stefan Strohhofer noch die Gelb-Rote Karte wegen Meckerns. Der Vollblutstürmer, der viele Jahre beim TSV Landsberg spielte, und bei Ichenhausen in der Innenverteidigung gesetzt ist, war unzufrieden über einige Entscheidungen von Schiedsrichter Florian Reitmair aus Wielenbach. „Er hat die Partie aber gut geleitet“, betont Rietzler.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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