In einem äußerst fairen Stadtderby, Schiedsrichter Hermann Wolf (Salgen) musste während der gesamten Begegnung nur drei Gelbe Karten vergeben, gewann die FT Jahn Landsberg mit 3:0 bei der Zweiten Mannschaft des TSV Landsberg. Jahn (32 Punkte) hat sich damit Luft nach unten verschafft. Die Mannschaft von Jürgen Piotrowski, der am Ende der Saison das Traineramt abgeben wird, kann den Abstieg kaum mehr verhindern und muss wohl in der neuen Spielzeit in der Kreisklasse einen Neustart beginnen.

Die Spieler des TSV Landsberg II (weiße Trikots) mühten sich im Stadtderby gegen den FT Jahn nach Kräften, mussten sich aber am Ende deutlich geschlagen geben, auch weil nur wenige Spieler zur Verfügung standen. Bild: Julian Leitenstorfer

Die erste Halbzeit dieser Begegnung war ganz schwach. Das lag aber hauptsächlich an den „Gästen“. Die Jahnler waren als Favorit angetreten, doch in ihrer Leistung spiegelte sich das zunächst nicht wider. Anders die Heimelf. Nach einem Solo von Daniel Botschafter konnte Jahn-Keeper Tobias Ludwig dessen Schuss im Nachfassen gerade noch entschärfen (25.). In der 37. Minute tauchten dann, nach einer misslungenen Abseitsstellung der Jahn Abwehr, Ardian Kelmendi und TSV-Kapitän Hamed Abasi allein vor dem Tor auf. Doch Abasi brachte den Ball aus fünf Metern freistehend nicht über die Linie.

Auch in der 41. Minute gab es noch eine Gelegenheit für den TSV. Doch Daniel Neuhaus traf bei einer 3:2-Überzahl-Situation die falsche Entscheidung. Im Gegenzug dann die einzige nennenswerte Jahn Chance in der ersten Halbzeit: TSV-Keeper Frank Schmitt hielt aber mit einer Glanztat gegen den freien Yannik Dillinger seinen Kasten sauber.

Die Pausenansprache von Jahns Spielertrainer Armin Sanktjohanser zeigte dann gleich Wirkung. Plötzlich waren die Gäste aggressiver und nahmen die Zweikämpfe an. Folglich verlegte sich das Spielgeschehen in die Hälfte des TSV Landsberg. Torwart Frank Schmitt konnte dann in der 55. Minute gerade noch mal gegen Yannik Dillinger retten. Doch bei einem klasse Freistoß von Jahn-Stürmer Marco Haag war auch er machtlos, und es stand 1:0 für die FT (60.). Zehn Minuten später war wiederum Marco Haag nach einem langen Ball einen Moment früher am Ball als Frank Schmitt und erzielte mit einem Heber seinen zweiten Treffer zum vorentscheidenden 2:0. Mangels Alternativen ging bei der Reserve des TSV nach vorne einfach zu wenig, um das Spiel noch zu drehen. Und so setzte dann Nikolaos Liatsopoulus aus abseitsverdächtiger Position den 3:0-Schlusspunkt (80.) für den favorisierten Jahn Landsberg.

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