Landsberg dominiert die Partie gegen den Tabellendritten aus Neuburg. Nach der Halbzeit wird die Mannschaft zunächst allerdings kalt erwischt.

Mit einer überzeugenden Leistung haben die Spieler des TSV Landsberg das Tor zur Bayernliga weit aufgestoßen und stehen kurz vor dem Aufstieg. Sie besiegten den VfR Neuburg im heimischen 3C-Sportpark mit 4:1 und schossen dabei alle Tore selber. Jonas Meichelböck traf sowohl ins eigene wie auch ins gegnerische Tor. Aus den verbleibenden vier Partien müssen die Landsberger jetzt maximal noch fünf der zwölf möglichen Punkte holen, dann ist ihnen der Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Der erste Verfolger Türkspor Augsburg spielt am Sonntagnachmittag in Aystetten. Nicht auflaufen konnte gegen Neuburg der grippegeschwächte Spielertrainer Muriz Salemovic. Auf der Ersatzbank nahmen bei den von Ausfällen geplagten Landsbergern nur vier Spieler Platz.

Philipp Siegwart (weißes Trikot) hatte entscheidenden Anteil am zweiten Landsberger Treffer. Bild: Julian Leitenstorfer Photographie

Chancen in der ersten Halbzeit nicht genutzt

Gegen Neuburg, dass die Tabelle der Landesliga in der Hinrunde lange anführte, dominierten die Spieler des TSV von Beginn an, ohne allerdings zum Torerfolg zu kommen. Das lag laut Co-Trainer Hermann Rietzler daran, dass der letzte Pass teils nicht genau genug war und die Chancen nicht konsequent genutzt wurden.

So spielte beispielsweise Martin Hennebach zwei Abwehrspieler aus, scheitere dann aber frei vor dem Torwart, den er anschoss. „In der Situation wäre es die bessere Lösung gewesen, den Ball drüberzuchippen. Insgesamt hat er aber ein überragendes Spiel gemacht, genau wie die ganze Mannschaft“, lobte Rietzler die Leistung nach der Partie. Mit Landsbergs Taktik, den Gegner früh anzulaufen und so Druck aufzubauen, kamen die Neuburger während der gesamten Partie nicht zurecht.

Meichelböck trifft ins eigene Tor

Dennoch begann die zweite Halbzeit mit einer kalten Dusche. Meichelböck wollte eine Flanke klären, kam aber nicht mehr richtig an den Ball und verursachte das Eigentor (48.).

Beeindrucken ließen sich die Gastgeber davon allerdings nicht. Sie verfolgten ihren Spielplan weiter und machten dann innerhalb von nur vier Minuten den Deckel drauf auf die Partie. Zunächst besorgte Sebastian Bonfert den Ausgleich, nachdem er von seinen Mitspielern schön freigespielt wurde (59.), und nur eine Minute später brachte Martin Hennebach die Mannschaft in Führung. Vorausgegangen war ein sehenswertes Solo von Philipp Siegwart. Dieser scheiterte zwar noch am Neuburger Torwart, den Abpraller konnte Hennebach dann aber nutzen und die Führung erzielen. Bevor die Neuburger so richtig wussten, wie ihnen geschah, stand es auch schon 3:1. Nach einer Stafette schob Andreas Fülla den Ball überlegt am Gästekeeper vorbei und traf flach ins Eck.

Co-Trainer ist vom Aufstieg überzeugt

Für den Endstand sorgte dann Jonas Meichelböck (84.). Hier machte sich wieder das Gegenpressing bezahlt. Die Neuburger schafften es einfach nicht, den Ball aus dem eigenen Strafraum zu bekommen. Meichelböck, der im Zentrum stand, nutzte dies und schob ein.

Rietzler ist zuversichtlich, dass die Landsberger aufsteigen. „Natürlich ist der Respekt vor den Gegnern wichtig, aber unsere Mannschaft hat ein solch gutes spielerisches Niveau, dass wir es auch ins Ziel bringen werden.“

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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