Der TSV Landsberg hat gegen das Schlusslicht Oberweikertshofen enorme Probleme. Am Ende sorgt ein Billard-Tor für ein gutes Ende.

„Wir können nur verlieren“, hatte Landsbergs Co-Trainer Hermann Rietzler vor dem Spiel gegen Landesliga-Schlusslicht Oberweikertshofen gewarnt. Und tatsächlich tat sich der Spitzenreiter ausgesprochen schwer. Mühsam, mit einem mageren 1:0, holte sich der Gastgeber dann zwar die Punkte, glänzen konnten die Landsberger dabei allerdings nicht.

Martin Hennebach (rechts) erzielt gegen Oberweikertshofen den Siegtreffer für den TSV Landsberg. Bild: Thorsten Jordan

Zu umständlich im Angriff

Dass hier Erster gegen Letzter spielte, war über die 90 Minuten im 3C-Sportpark nicht zu sehen. Zwar hatten die Landsberger deutlich mehr Ballbesitz, wussten damit aber nicht viel anzufangen. Zur Ehrenrettung des TSV muss angefügt werden, dass Oberweikertshofen bis zum Gegentor auch massiv auf die Verteidigung setzte. Sobald Landsberg den Ball hatte, waren alle Gästespieler in der eigenen Hälfte.

Das machte die Räume natürlich eng. Der TSV versuchte, sich den Gegner zurechtzulegen, schaffte dann aber nicht die nötige Tempoverschärfung, um daraus Nutzen zu ziehen. Zu kompliziert und umständlich war man im Angriff – der letzte Pass kam einfach nicht an. Und aus der Distanz suchten die Landsberger zu selten den Abschluss.

Philipp Siegwart zieht einfach mal ab

In der 24. Minute spielte sich die entscheidende Szene ab, und irgendwie war sie symptomatisch für das ganze Spiel. Es war kein schön herausgespieltes Tor – aber ein ganz wichtiges. Nach einer Flanke in den Gästestrafraum von Sebastian Bonfert gab es ein ziemliches Durcheinander, die Landsberger brachten den Ball nicht über die Linie, Oberweikertshofen konnte nicht entscheidend klären und plötzlich war Martin Hennebach da, der den späteren Siegtreffer erzielte.

Im Anschluss nahm die Partie etwas mehr Fahrt auf – die Gäste mussten nun auch mehr nach vorne tun, das gab Landsberg etwas mehr Platz. Trotzdem blieben klare Chancen weiter Mangelware. Philipp Siegwart tat das einzig Richtige: Er zog in der 44. Minute nach einem tollen Solo einfach mal ab – hatte aber Pech, dass der Ball an die Latte prallte.

Landsberg macht sich selbst das Leben schwer

In der zweiten Halbzeit setzte Oberweikertshofen alles auf eine Karte, kam aber nur zu Chancen, wenn Landsberg zu nachlässig agierte. So in der 70. Minute, als man sich in der Abwehr einen Aussetzer leistete, den die Gäste aber nicht nutzen konnten. Zuvor hatte auch der TSV einige Chancen, um mit dem zweiten Tor für die Vorentscheidung sorgen zu können, vergab diese aber ebenfalls.

So war es kein hochklassiges, aber bis zum Schluss trotzdem spannendes Spiel. Der Tabellenzweite Türkspor Augsburg hatte gegen Wolfratshausen (Platz 16) übrigens ähnliche Probleme und gewann auch nur 1:0.

TSV: Rösch, Danke, Anzenhofer, Storhas, Meichelböck (84. Birkner), Gutia, Bonfert, Fülla, Salemovic, Siegwart, Hennebach (89. Buschel)

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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