Im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga gegen Türkspor Augsburg gelingt TSV-Kapitän David Anzenhofer der entscheidende Treffer. Die Taktik von Landsbergs Trainer Muriz Salemovic ist aufgegangen.

Ein Tor genügte dem TSV Landsberg, um wieder an die Spitze der Landesliga Südwest zu klettern. Im Spitzenspiel gegen Türkspor Augsburg, das als Tabellenführer angereist war, erzielte Kapitän David Anzenhofer den entscheidenden Treffer. Vor allem in der ersten Halbzeit sahen die über 700 Zuschauer eine hochklassige Partie, nach der Pause sank das Niveau etwas. Schade, dass vor allem vonseiten der Gäste viel Theatralik ins Spiel kam. Für Schiedsrichter Paul Birkmeir keine einfache Aufgabe, die er aber meist souverän löste. Einziger Wermutstropfen für Landsberg: Manuel Detmar hat sich erneut verletzt.

Nach ganz oben in der Tabelle der Fußball-Landesliga-Südwest wollten die Landsberger wieder – und da stehen sie nach dem Sieg gegen Türkspor Augsburg auch. TSV-Spielertrainer Muriz Salemovic hat wieder einmal alles richtig gemacht. Bild: Thorsten Jordan

Landsberg zeigt sich mannschaftlich geschlossen

Das Konzept der Landsberger ging in diesem Fall perfekt auf. Den herausragenden Einzelspielern, mit denen Türkspor auftrumpfen kann, wollte man als Kollektiv entgegentreten – und genau das war der Schlüssel zum Erfolg. In den ersten Minuten deutete Fatih Baydemir gleich an, warum er der beste Torschütze der Liga ist: Im Strafraum spielte er auf engstem Raum einige Landsberger aus, ehe die Situation dann doch entschärft werden konnte. Und viele solche Gelegenheiten sollte er nicht mehr bekommen – die TSV-Abwehr um einen wieder überragenden David Anzenhofer wurde immer sicherer. Es ging hin und her, mit Standardsituationen hatten die Gastgeber ihre erste Möglichkeiten, aber es blieb beim 0:0 und schon früh zeichnete sich ab, dass an diesem Nachmittag wohl nicht viele Treffer fallen würden.

Brenzlig wurde es in der 21. Minute, als Borna Katanic einen Freistoß aus etwa 20 Metern aufs Tor hämmert. TSV-Keeper Patrick Rösch konnte den Ball nicht festhalten, aber der Nachschuss ging vorbei. Fünf Minuten später gab es die nächste Riesenchance für die Gäste, aber der Kopfball verfehlte das Tor.

Ein Freistoß leitet den Siegtreffer ein

Dann waren die Landsberger an der Reihe, hatte man zuvor schon mehrfach gute Chancen herausgespielt, wurde die Elf von Spielertrainer Muriz Salemovic nun für den Einsatz belohnt. Nach einem Freistoß konnte Türkspor nicht entscheidend klären, schließlich flankte Julian Birkner perfekt zu David Anzenhofer und der erzielte per Kopf das am Ende entscheidende Tor (32.). Kurz vor der Pause blieb dann Manuel Detmar nach einem Zweikampf liegen und konnte nicht mehr weiterspielen, für ihn kam Martin Hennebach in der zweiten Hälfte.

Nach der Pause wurden die sehenswerten Spielzüge auf beiden Seiten seltener. Viele Fouls unterbrachen den Spielfluss, erst in der letzten Viertelstunde gab es auch wieder gute Angriffe zu sehen. Martin Hennebach und Philipp Siegwart hätten die Chance gehabt, den „Deckel draufzumachen“, scheiterten aber. Auf der anderen Seite hatte der TSV aber auch bei zwei Großchancen der Gäste Glück, dass der eingewechselte Hakan Kocakahya vergab.

Wäre da nicht die Verletzung von Manuel Detmar, wäre es für den TSV ein optimales Spiel gewesen. Wie schwer die Verletzung ist, wird sich wohl erst im Laufe der Woche herausstellen – Co-Trainer Herrmann Rietzler hatte bislang noch keine näheren Infos.

TSV: Rösch, Danke, Anzenhofer, Birkner, Meichelböck, Storhas, Gutia, Siegwart, Salemovic (85. Neuhaus), Fülla 889. Holzmann), Detmar (46. Hennebach)

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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