Der TSV Landsberg bestreitet in der Landesliga das Spitzenspiel. Mit Türkspor Augsburg kommt eine Mannschaft mit einer beachtlichen Serie - und vielen erfahrenen Spielern.

Ist es bereits das vorgezogene Endspiel um die Meisterschaft, das am Samstag im 3C-Sportpark stattfindet? Ab 14 Uhr erwartet der Landesligazweite TSV Landsberg den Tabellenführer Türkspor Augsburg. Dass der Sieger dieses Duells vorzeitig den Titel gewinnt, glaubt Landsbergs Co-Trainer Herrmann Rietzler nicht – auch wenn beide der Konkurrenz schon ein Stück enteilt sind. „Sowohl für Türkspor als auch uns gibt es noch eine Reihe von Spielen zu absolvieren“, sagt Rietzler.

Als Türkspor Augsburg vor zwei Jahren in Landsberg war, ging es für Andreas Fülla (rechts) und den TSV um den Klassenerhalt in der Bayernliga. Diesmal geht es für beide Teams um den Aufstieg in diese Klasse. Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Weh tut den Landsbergern die Sperre von Sebastian Bonfert nach der Roten Karte in Memmingen (LT berichtete: Fußball: Zwei Rot-Sünder friedlich vereint ). Er muss ein Spiel pausieren. Ausgerechnet im Spitzenspiel gegen Augsburg muss der TSV auf seinen Mittelfeldstrategen verzichten. „Wir müssen die Situation jetzt einfach so annehmen“, will Rietzler dem Ausfall von Bonfert nicht zu viel Beachtung schenken. Schließlich steht außer dem verletzten Felix Mailänder ansonsten der komplette Kader zur Verfügung.

Türkspor Augsburg hat den besten Torschützen der Liga in seinen Reihen

Das wird auch nötig sein, denn die Augsburger kommen mit einer beachtlichen Serie nach Landsberg: Die letzte Niederlage in der Liga mussten sie Mitte August hinnehmen. Auch zuletzt setzten sie sich in Mering deutlich mit 4:0 durch. „Trotzdem haben wir den besten Angriff und die beste Abwehr“, sagt Rietzler, außerdem sei es ein Heimspiel und so „spricht viel für uns“. Man werde den Gästem mit dem nötigen Respekt begegnen, so Rietzler, haben die Augsburger doch mit Fatih Baydemir den aktuell besten Torschützen der Liga in ihren Reihen. In 25 Spielen traf der 30-Jährige, der in der Türkei für Nachwuchs-Nationalteams spielte, 22 Mal erfolgreich.

Er ist nicht der einzige Spieler, der schon höherklassig Erfahrung gesammelt hat. Moustapha Salifou ist ein weiteres Beispiel, er spielte schon für Oberhausen in der 2. Bundesliga. Und dann ist da ja noch Türkspor-Trainer Manfred Bender – der Ex-Profi hatte die Mannschaft in der Winterpause übernommen. Lesen Sie dazu auch:Wie Ex-Profi Manni Bender zu Türkspor Augsburg kam

Den herausragenden Einzelspielern wollen die Landsberger als Kollektiv entgegentreten. Wieder mit dabei ist Julian Birkner, der in Memmingen noch angeschlagen pausierte. Auch David Anzenhofer, der vorsichtshalber ausgewechselt wurde, ist wieder fit. Im Tor werde es keine Änderung geben: Patrick Rösch soll im Kasten stehen.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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