Neun Tore, vier Elfmeter, drei Rote Karten und eine Gelb-Rote – das Spiel der Landsberger in Memmingen hat viel zu bieten. Schon zur Pause liegt der TSV deutlich vorne.

Was war das denn? Über mangelnden Unterhaltungswert konnten sich die rund 200 Zuschauer in Memmingen nicht beschweren. Beim Landesliga-Spiel des TSV Landsberg gegen die zweite Mannschaft des FCM gab es reichlich Gesprächsstoff. Wäre da nicht die Rote Karte für Sebastian Bonfert, könnten die Landsberger nach dem 6:3-Erfolg rundum zufrieden sein.

Erster Elfmeter nach 90 Sekunden

Kurios war schon der Beginn des Spiels, denn nach 90 Sekunden zeigte der Schiri zum ersten Mal auf den Punkt. Nach einem Foul an Kevin Gutia verwandelte David Anzenhofer sicher zur 1:0-Führung der Landsberger. In der 8. Minute legte Gutia das 2:0 per Kopf nach und schon in der 11. fiel das 3:0 für den TSV durch ein Memminger Eigentor. Nach einer halben Stunde schien die Partie bereits entschieden: Erst sorgte Philipp Siegwart mit einem herrlichen Volleyschuss für das 4:0 (32.), dann erhöhte Manuel Detmar nur eine Minute später nach einem krassen Torwartfehler auf 5:0.

Memmingen gibt sich nicht auf

Trotzdem gaben sich die Gastgeber nicht auf: Sie kämpften um jeden Ball, allerdings sorgten viele harmlose Fouls auf beiden Seiten dafür, dass kein rechter Spielfluss zustande kam, wobei Landsberg dennoch überlegen war.  Kurz vor der Pause startete Memmingen einen guten Angriff und nach einem Handspiel im 16-Meter-Raum der Landsberger gab es Strafstoß für die Gastgeber – Marco Nickel verwandelte sicher zum 1:5 (39.). Und den dritten Strafstoß gab es noch in der 43. Minute, wieder für die Gastgeber, aber diesmal knallte Nickel den Ball an die Latte.

Es wird bunt

Deshalb ging beim nächsten Elfmeter für Memmingen in der 58. Minute Jakob Gräser an den Punkt und verwandelte zum 2:5. Ehe Memmingen sich wieder Hoffnungen machen konnte, stellte Manuel Detmar aber auf 6:2 (68.). Und dann wurde es bunt: Philipp Siegwart hatte in der 66. Minute Gelb gesehen – in der 69. musste er mit der Ampelkarte vom Platz. Glatt Rot gab es nur zwei Minuten später für Sebastian Bonfert und Marco Nickel, die sich ein Wortgefecht lieferten, ohne aber zu provozieren – beide saßen nach ihrem Feldverweis einträchtig nebeneinander auf der Tribüne.

Und noch mal gab es Rot: Muriz Salemovic wurde von Edgar Weiler gefoult, der Schiri sah Weiler als letzten Mann und schickte ihn zum Duschen (75.). Danach plätscherte die Partie nur mehr so dahin – Landsberg wollte nicht mehr und Memmingen konnte nicht mehr. Als alle eigentlich schon abgeschlossen hatten, traf Matthias Moser in der 90. Minute noch zum 3:6 – trotz der vielen Unterbrechungen pfiff der Schiri pünktlich ab.

TSV: Rösch, Danke, Anzenhofer, (59. Storhas), Meichelböck (73. Gilg), Hennebach, Gutia, Bonfert, Siegwart, Fülla, Salemovic, Detmar (73. Holzmann)

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
Den Beitrag finden Sie im Landsberger Tagblatt - HIER