In der Landesliga verteidigen die Landsberger Fußballer die Tabellenführung.  Gegen Egg zeigt das Team eine sehr gute Leistung, hätte sich aber beinahe selbst um den Lohn der Arbeit gebracht.

Eine sehenswerte Leistung bot der TSV Landsberg bei seinem 3:2-Sieg gegen den SV Egg an der Günz. Sehenswert in mehrfacher Hinsicht – und ausgesprochen spannend, denn die Landsberger waren an allen fünf Treffern maßgeblich beteiligt. Inzwischen scheint es sich bei den Gegnern herumgesprochen zu haben, dass der TSV gerne seinen Keeper in den Spielaufbau einbindet. Jedenfalls lauerten bei den Gästen stets zwei schnelle Stürmer auf Gelegenheiten und so kam Egg auch zu seinen beiden Treffern.

David Anzenhofer (rechts) erzielte gegen Egg zwei Tore, musste knapp zehn Minuten vor Schluss mit der Ampelkarte aber vom Feld. Bild: Julian Leitenstorfer

Sehr riskante Rückpässe zum Torhüter

Dass diese nicht für einen Punkt reichten, war gerecht. Denn abgesehen von den teils hoch riskanten Rückpässen zu Keeper Frank Schmitt waren die Gastgeber klar die bessere Mannschaft. Aus dem Spiel heraus konnte sich Egg keine klare Torchance erspielen, selbst als die Gäste in den letzten zehn Minuten in Überzahl waren, kontrollierte der TSV die Partie.

Bemerkenswert war das Spiel auch, da sich die Landsberger von diesen Rückschlägen überhaupt nicht beeindruckt zeigten. Und den ersten mussten sie schon in der 3. Minute hinnehmen: Es war einer dieser Rückpässe auf Schmitt. Der Keeper versuchte, den Ball nach vorne zu schlagen, traf dabei den heranstürmenden Julian Singer und der Ball rollte ins Tor – 1:0 für Egg.

Erfolgreich in den Zweikämpfen

Als sei nichts geschehen, zogen die Landsberger weiter ihr Spiel durch. Die Gäste versuchten früh, die Angriffe zu stören, aber die Landsberger nahmen die Zweikämpfe nicht nur an, sondern gewannen sie auch meist. Schöne Spielzüge sorgten immer wieder für Torgefahr, mehr als ein Lattentreffer von Spielertrainer Muriz Salemovic sprang aber zunächst nicht dabei raus (9.). Nur eine Minute später wurde aber Felix Mailänder im Strafraum gefoult. David Anzenhofer verwandelte den fälligen Elfmeter zum Ausgleich. Nur zwei Minuten später gab es Ecke für Landsberg und wieder war es Anzenhofer, der zum hoch verdienten 2:1 traf.

Der TSV war klar überlegen, schaffte es aber nicht, mit dem dritten Tor für eine Vorentscheidung zu sorgen, vielmehr brachte man sich in der 33. Minute erneut selbst in Gefahr: Es war die identische Situation, die zum Gegentor geführt hatte, doch diesmal konnte Schmitt den Abpraller vom Gegner festhalten. Danach kam ein Bruch ins Spiel der Landsberger, die Viertelstunde bis zur Pause überstanden sie aber.

Pech für Ardian Kelmendi

Die zweite Halbzeit hätte beinahe mit dem ersten Tor für Landsbergs Ardian Kelmendi begonnen, doch der Linienrichter entschied auf Abseits. Dafür war es Felix Mailänder, der nach einer Ecke zum 3:1 einköpfte. Eigentlich war die Partie nun durch, denn Landsberg kontrollierte das Spiel – hätte es nicht diesen verunglückten Rückpass in der 66. Minute gegeben, der zu einer Steilvorlage für Eggs Manuel Schropp wurde. Dieser nahm das Angebot dankend an und Schmitt hatte keine Chance – Landsberg führte nur mehr 3:2.

Danach taten sich die Gastgeber schwer, ihre weiterhin gut herausgespielten Chancen auch abzuschließen, Egg warf alles nach vorne und kam nun auch das eine oder andere Mal zu guten Aktionen im Strafraum. Zudem sorgten die TSVler weiter für Spannung, indem sie keineswegs auf Keeper Schmitt im Spielaufbau verzichteten.

Als dann noch David Anzenhofer in der 82. Minute mit Gelb-Rot vom Feld musste, schien der Sieg noch mal in Gefahr zu geraten, doch Landsberg brachte den Vorsprung – verdient – über die Zeit.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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