Jetzt hat sich der Stürmer des TSV Landsberg im Training schwer verletzt. Am Samstag kommt der SV Egg

Ende Juli hatte sich Philipp Siegwart beim Spiel gegen Gilching den Arm gebrochen und musste wochenlang pausieren – jetzt ist für den 29-Jährigen das Fußballjahr 2018 wohl gelaufen: Am Donnerstag, im Training, hat er sich erneut den linken Arm gebrochen. Aber nicht nur er fehlt TSV-Trainer Muriz Salemovic, wenn am heutigen Samstag der SV Egg an der Günz, der Tabellenachte der Landesliga Südwest, in den 3C-Sportpark kommt. Beginn ist um 14 Uhr.

„Es tut mir unheimlich leid für Philipp“, sagt Salemovic, nicht nur aus sportlicher Sicht, denn erst vor Kurzem hat Siegwart eine neue Arbeitsstelle angenommen und „es geht ja nicht nur um den Sport“, so Salemovic. Im Abschlussspiel am Donnerstag hatte Rainer Storhas mit einem Volleyschuss Siegwart am Arm getroffen und „er sagte gleich, dass es sich genauso anfühlt wie damals“, berichtet Salemovic. Im Krankenhaus wurde es Gewissheit: Sein Arm ist wieder gebrochen. „Damit wird es dieses Jahr wohl nichts mehr für ihn“, bedauert der Spielertrainer. Bitter vor allem deshalb, weil Siegwart nicht nur im Sturm eine Bank ist, sondern auch vorbildlich nach hinten arbeitet.

Aber der Pechvogel ist nicht der Einzige, auf den Salemovic verzichten muss, auch Jannis Danke und Kevin Gutia (beide beruflich) sowie Arek Wochnik können nicht dabei sein. Immerhin kommen Rainer Storhas, Felix Mailänder, Daniel Holzmann und Ardian Kelmendi wieder zurück. „Wir haben einen Kader mit 14 Spielern, so wie in Neuburg“, sagt Salemovic.

Im Spiel gegen Gilching hat sich Philipp Siegwart (rechts, links Muriz Salemovic) den Arm gebrochen, jetzt erwischte es ihn wieder. Archivfoto: Julian Leitenstorfer

Der 2:0-Sieg im Spitzenspiel am vergangenen Wochenende war bei den Landsbergern kein Thema mehr gewesen. „Das Spiel war erledigt, am Dienstag haben wir uns stattdessen schon mit Egg beschäftigt.“

Denn auch wenn die Gäste auf dem achten Platz in der Landesliga-Tabelle stehen, Salemovic erwartet ein sehr schweres Spiel. „Diese Mannschaft spielt schon seit zehn Jahren so und hat nur wenige Abgänge oder Neuzugänge.“ Außerdem scheinen dort viele Brüder zu spielen, wie die Nachnamen in der Kaderliste verraten: „Das scheint eine große Familie zu sein, ein richtig eingeschworener Haufen“, so Salemovic.

Und die Gäste zeigen ein sehr aggressives und gutes Zweikampfverhalten. „Wir müssen von der ersten Minute an im Spiel sein und diese Zweikämpfe auch annehmen“, fordert der Trainer. Aber auch technisch erwartet er einiges von den Gästen – aufhorchen ließen ihn auch der 5:0-Sieg von Egg gegen Olching – dieser Mannschaft musste sich der TSV ja geschlagen geben – und das 4:2 gegen Garmisch.

Auch kann Egg im Gegensatz zu ihm auf einen ansehnlichen Kader zurückgreifen. „Wenn man bedenkt, was meine Mannschaft bislang trotz der Ausfälle geleistet hat, ist das eigentlich nicht normal“, sagt der Trainer, der „unheimlich stolz“ auf sein Team ist. Eigentlich sei es normal, dass man im Laufe der Saison immer wieder vier, fünf Ausfälle pro Spiel, sei es verletzungs- oder berufsbedingt, habe. „Dass wir in den ersten sechs Wochen keine Ausfälle hatten, das war nicht normal. Aber jetzt macht sich die dünne Personaldecke bemerkbar.“

Nach seiner Kritik vergangene Woche habe es viele Gespräche gegeben, jetzt ist er gespannt, wie die Ergebnisse aussehen. (mm)

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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