Der TSV Landsberg ist am Samstag in Neuburg zu Gast. Der Tabellenzweite muss beim Spitzenreiter wieder auf mehrere Spieler verzichten. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

„Dieses Spitzenspiel findet zu einem ganz blöden Zeitpunkt statt“, sagt Landsbergs Trainer Muriz Salemovic. Am heutigen Samstag ist er mit seinem Team beim VfR Neuburg, dem Spitzenreiter der Landesliga Südwest, zu Gast und könnte mit einem Sieg an Punkten zu den Neuburgern aufschließen. Doch unter den gegebenen Umständen wäre Salemovic schon mit einem Punkt zufrieden. „Wir werden das Spiel sicher nicht herschenken“, verspricht der Spielertrainer des TSV, aber angesichts der nächsten Hiobsbotschaft, die ihn unter der Woche erreicht hat, ist sein Optimismus sehr gedämpft.

Der Landsberger Spielertrainer blickt angesichts der vielen Ausfälle sorgenvoll auf das Spitzenspiel seiner Mannschaft in Neuburg am Samstag. Bild: Julian Leitenstorfer

Rainer Storhas kann nicht spielen

Gegen IllertissenII musste Bastian Gilg noch vor der Pause verletzt ausgewechselt werden – jetzt steht fest, dass er mit einem Mittelfußbruch mehrere Wochen fehlen wird – der nächste Rückschlag. Damit aber nicht genug, denn Rainer Storhas ist beruflich verhindert und Felix Mailänder im Urlaub – drei Spieler aus der erfolgreichen Startelf gegen Illertissen (3:1) fehlen damit bereits.

Aber es gibt zum Glück auch gute Nachrichten: Janis Danke wäre eigentlich auch beruflich verhindert, aber „er bekommt frei“, freut sich Salemovic. Und auch Kevin Gutia wird wieder zur Mannschaft stoßen. Er ist beruflich in Ostdeutschland, nimmt aber die mehrstündige Anfahrt auf sich, um der Mannschaft zu helfen. „Ich kann ja nicht mit neun Mann antreten“, sagt Salemovic.

Der Trainer hat auch bei Nuscheler angefragt

Angesichts der schwierigen Saison habe er auch schon versucht, frühere Spieler, wie Sebastian Nuscheler oder eben Sven Kresin (wir berichteten), zu reaktivieren, aber ohne Erfolg. Immerhin bekommt er elf Spieler für die Starformation zusammen. Auf der Ersatzbank allerdings wird vor allem Erfahrung Platz nehmen: der 40-jährige Elmin Korora und der 37-jährige Arek Wochnik, denn der 19-jährige Ardian Kelmendi, der bei seinen Einwechslungen immer überzeugte, fällt vorerst auch verletzt aus: „Er ist am Dienstag im Training umgeknickt und hat sich die Bänder verletzt“, sagt Salemovic. Zwar würde Kelmendi gerne spielen, aber „die Gesundheit geht in jedem Fall vor“. Auf Daniel Neuhaus, der nach einer Pause am Mittwoch wieder bei der zweiten Mannschaft gespielt hat, wird Salemovic verzichten. Interne Unstimmigkeiten müssten da erst bereinigt werden.

Überhaupt scheint es abseits vom Platz nicht rund zu laufen. Jedenfalls kündigt der Trainer an, dass er „keine große Zukunft beim TSV“ sehe. Einen Abschied während der Saison schließt er aber aus: „Mein Vertrag läuft ein Jahr. Ich habe 98 Prozent der Spieler geholt und überzeugt, die kann ich nicht hängen lassen.“ Und das dankt ihm die Mannschaft mit bislang „unglaublichen Leistungen“, wie er sagt. Dass man angesichts der Verletztenmisere nur drei Punkte hinter dem Spitzenreiter auf Platz zwei liege, sei fantastisch.

Manuel Detmar könnte früher als befürchtet zurückkehren

Und nun werde man alles, was möglich ist, versuchen, um diesen Rückstand wettzumachen. Was angesichts der Qualität der Gastgeber aber schwer werde: Mit Rainer Meisinger beispielsweise hätten die Gastgeber einen außergewöhnlichen Spieler, der in 13 Spielen bereits sechs Tore und sechs Vorlagen erzielte. „Ich weiß gar nicht, warum der noch in der Landesliga spielt“, weiß Salemovic um die Qualitäten des offensiven Mittelfeldspielers. „Neuburg hat eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, aber die Mannschaft ist auch verwundbar“, sieht er für sein Team Chancen.

Gute Nachrichten hat er noch von Manuel Detmar: „Er lässt sich doch nicht operieren.“ Vielmehr sei geplant, dass er in zwei, drei Wochen wieder mit dem Lauftraining beginne. „Es ist jetzt doch absehbar“, freut sich Salemovic.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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