Bei Angstgegner Wolfratshausen kassiert der TSV Landsberg die erste Saisonpleite. Warum Spielertrainer Muriz Salemovic trotzdem mit der Leistung seines Teams zufrieden ist

Es bleibt dabei: Der TSV Landsberg bleibt Lieblingsgegner des BCF Wolfratshausen. Die Mannschaft von Trainer Muriz Salemovic kassierte bei den Farchetern nach fünf Siegen am Stück die erste Saisonniederlage und büßte durch das 1:2 auch die Tabellenführung in der Fußball-Landesliga Südwest ein. In der Schlussviertelstunde wurde es richtig spannend, in der alle drei Treffer fielen. Kapitän David Anzenhofer wurde zum Pechvogel, machte seinen Schnitzer aber wieder wett.

Jetzt ist es also passiert: Am sechsten Spieltag kassierte der TSV Landsberg in der Fußball-Landesliga seine erste Pleite. Sebastian Bonfert & Co. verloren in Wolfratshausen mit 1:2. Bild:Thorsten Jordan

„Das Ergebnis ist enttäuschend. Aber wir haben trotzdem gut gespielt“, sagte Spielertrainer Muriz Salemovic nach der Partie, in der man den Gegner eigentlich im Griff hatte. Mit viel Selbstvertrauen startete Landsberg in die ersten 20 Minuten. Schon nach zehn Sekunden hatte Sebastian Bonfert den ersten Abschluss, vier bis fünf weitere Chancen ließ der TSV danach liegen. „Es stand lange 0:0 und dann sind wir etwas ungeduldig geworden“, kommentiert Salemovic den weiteren Spielverlauf.

Dafür kam Wolfratshausen, das seit dem Abstieg aus der Bayernliga von Ex-Profi Philipp Bönig trainiert wird, besser ins Spiel. Gerade in der zweiten Halbzeit zeigte der BCF eine ordentliche Leistung. Unglücklich dann das 0:1 aus Landsberger Sicht. Daniel Neuhaus stand bereits seit einiger Zeit zur Einwechslung bereit, doch der Assistent ließ Landsberg warten. In dieser Phase flog dann der Ball trotz Überzahl über die linke Abwehrseite ins Zentrum. Wolfratshausens Kapitän Jona Lehr setzte sich bei zwei Pressschlägen glücklich durch, stand dann alleine vor TSV-Keeper Frank Schmitt und traf zur Führung (77.). Landsberg versuchte es jetzt mit langen Bällen und wurde in der 87. Minute bitter bestraft.

Wieder war man in Überzahl und bei einem Klärungsversuch rutschte der Ball Kapitän David Anzenhofer so unglücklich vom Fuß, dass er im eigenen Tor landete (87.). „Normalerweise hört jeder nach so einem späten 0:2 auf, aber wir haben weiter mutig nach vorne gespielt“, lobt Salemovic seine Mannschaft. In der 94. Minute gab es dann einen Foulelfmeter, als der eingewechselte Sebastian Gilg von Keeper Cedomir Radic mit beiden Fäusten am Kopf getroffen wurde. Anzenhofer blieb eiskalt und verwandelte seinen fünften Strafstoß für seinen neuen Klub. Aber die Aufholjagd kam zu spät und Landsberg kassierte die erste Saisonniederlage.

Wolfratshausen: Radic – Keskin, Potenza (71. Shalaj), Kantar, Boubacar, Gröschel, Schnabel (78. Bonic), Spehar, Gobitaka, Kurija, Lehr (88. Onyemaeke).

Landsberg: Schmitt – Hennebach (46. Göttle), Meichelböck, Anzenhofer, Danke – Storhas, Gutia – Fülla (46. Gilg), Bonfert, Mailänder (78. Neuhaus) – Detmar.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
Den Beitrag finden Sie im Landsberger Tagblatt - HIER