Mit dem Sieg bei Schwaben Augsburg wahren sich die Landsberger die Chance, am letzten Spieltag den direkten Abstieg zu vermeiden. Der Trainer äußert sich über seine Zukunft

Am letzten Spieltag wird sich entscheiden, ob der TSV Landsberg die Chance bekommt, in der Relegation um den Klassenerhalt in der Bayernliga zu kämpfen, oder ob das Team direkt den Weg in die Landesliga antreten muss. Bei Schwaben Augsburg erkämpften sich die Landsberger mit einem 3:2-Sieg diese Chance – schon bei einem Unentschieden wäre aufgrund der restlichen Ergebnisse der Abstieg besiegelt gewesen. Denn Traunstein gewann gegen Holzkirchen mit 5:0 und hat damit 38 Punkte, aber Kirchanschöring verlor und bleibt bei 37 Punkten. Gegen beide haben die Landsberger (36) allerdings den direkten Vergleich verloren.

Am Freitag soll die Saison nicht zu Ende sein

Dann wäre das kommende Heimspiel am Freitag gegen Kornburg auch definitiv das letzte Spiel in Landsberg für Trainer Guido Kandziora gewesen. Er erklärte nach der Partie gegenüber dem Landsberger Tagblatt, dass er nach der Saison den Verein verlassen werde – die Saison seiner Meinung nach aber nicht am Freitag zu Ende sei.

Diese Chance wahrten sich die Landsberger dank ihrer guten kämpferischen und spielerischen Leistung über gut eine Stunde – zum Schluss wurde es dann doch noch mal eng, aber der TSV hatte diesmal das Glück des Tüchtigen. Dass die Augsburger, obwohl ihnen ein guter Mittelfeldplatz bereits sicher war, noch nicht mit der Saison abgeschlossen hatten, zeigte die erste Chance für die Gastgeber – TSV-Keeper Philipp Beigl reagierte sehr gut. Im Gegenzug leitete Martin Hennebach eine gute Chance ein – Philipp Siegwart kam einen Schritt zu spät. Die Partie blieb unterhaltsam mit guten Chancen auf beiden Seiten, langsam erarbeiteten sich die Gäste jedoch ein Übergewicht. In der 22. Minute leitete David Mihajlovic die Landsberger Führung ein: Sein Ball kam zu Martin Hennebach, der sah den mitgelaufenen Lukas Göttle und dieser traf zum 1:0 in der 22. Minute. Nur eine Minute später stibitzte Philipp Siegwart einem überraschten Augsburger Abwehrspieler den Ball und vollendete zum 2:0. Doch Augsburg steckte den Rückstand schnell weg und bei einem Angriff störte der TSV nicht energisch genug – Maximilian Löw durfte frei durchlaufen und erzielte den 1:2-Anschluss (32.).

Beigl hält einen Elfmeter

Nach der Pause hätten die Landsberger beinahe selbst den Vorsprung verschenkt: Ein schwach geklärter Ball führte zu einem Augsburger Angriff – Dominik Schön berührte den Ball im Strafraum mit der Hand und der sehr gute Schiri entschied sofort auf Elfmeter. Der Augsburger Torschütze Maximilian Löw trat an – und scheiterte an Beigl. Ein ganz wichtiger Moment, denn nun übernahmen wieder die Landsberger das Kommando. Nachdem Bonfert nur die Latte getroffen hatte (55.) versenkte Lukas Göttle einen Freistoß direkt zum 3:1 (58.). Doch die Schwaben gaben sich noch lange nicht auf, und die Landsberger Abwehr kam ein ums andere Mal ins Schwimmen – in der 65. fiel das 2:3, das sich bereits abgezeichnet hatte. Obwohl Schwaben ab der 66. Minute mit einem Mann weniger spielen musste, wurden die letzten gut 20 Minuten für den TSV eine Zitterpartie, aber diesmal hatten die Landsberger auch das nötige Glück – mit dem Sieg wahrt man die Chance, doch noch die Relegation zu erreichen.

TSV Landsberg: Beigl, Göttle, Nichelmann, Schön, Meichelböck, Storhas, Bonfert Detmar (85. Buschel), Hennebach (70. Fülla), Mihajlovic (79. Neuhaus), Siegwart.

Schwaben Augsburg: Antoni, Baier, Heiß, Gremes, Woltmann, Löw, Framberger, Ekin, Schmid (32. Wallner), Drechsler, Feicht (46. Fackler-Stamm).

Gelb-Rot: Baier (76., Schwaben)

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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