Bayernliga Trotz einer guten Leistung unterliegt Landsberg den Gästen aus Kottern mit 1:2. Der TSV vergibt dabei einfach zu viele hochkarätige Chancen

Landsberg Auch gegen Kottern hat sich der TSV Landsberg nicht wie ein Absteiger präsentiert – und ist trotzdem dem Absturz in die Landesliga einen Schritt näher gekommen – nur mehr zwei Chancen haben die Landsberger, um einen Relegationsplatz zu erreichen. Mit 1:2 musste sich die Kandziora-Elf geschlagen geben – unverdient, auch aufgrund einer sehr schwachen Schiedsrichterleistung. In der Nachspielzeit gab der Unparteiische den entscheidenden Elfmeter für Kottern – ein Handspiel der Gastgeber vor der ausschlaggebenden Aktion hatte er nicht gesehen.

Jonas Meichelböck (vorne, hinten David Mihajlovic) und seine Teamkollegen spielten gegen Kottern nicht schlecht, vergaben aber zu viele Chancen und unterlagen mit 1:2. Nur noch zwei Spiele bleiben den Landsbergern, um den direkten Abstiegsplatz aus der Bayernliga zu verlassen. Foto: Julian Leitenstorfer

Trotzdem müssen sich die Landsberger selbst an die Nase fassen: Beste Chancen wurden vergeben und die klare Feldüberlegenheit konnte nicht genutzt werden. Auch stellt sich die Frage: Warum greift der TSV erst jetzt an? Mutig und kämpferisch präsentierte sich der TSV, überzeugte auch spielerisch und hatte beim Abschluss wirklich Pech: Zweimal konnte Kottern mit viel Glück auf der Linie klären, ansonsten wären die Landsberger zur Pause schon 2:0 in Führung gelegen.

Stattdessen sorgte eine der ganz wenigen guten Aktionen der Gäste in der 75. Minute für das 1:0, und auch dieser Treffer war umstritten, denn die Landsberger sahen ein klares Abseits – Schiedsrichter und Linienrichter einigten sich auf Tor. Eigentlich die Vorentscheidung, doch Landsberg kämpfte – erfolgreich, denn in der 84. Minute gelang Sebastian Bonfert aus kürzester Distanz der hoch verdiente Ausgleich. Landsberg machte weiter Druck, brauchte den Siegtreffer, dadurch hatte Kottern aber Platz für Konter. In der Nachspielzeit dann die strittige Szene: Erst ein Handspiel von Kottern, die Partie lief weiter, dann stieg der Gelb-belastete Sebastian Gilg ein: Gelb-Rot für den Landsberger und Elfmeter für Kottern in der 93. Minute. Andreas Hindelang, der auch schon das 1:0 erzielt hatte, ließ sich die Chance nicht entgehen und sorgte für den 2:1-Sieg des TSV Kottern.

Zwei Spiele bleiben den Landsbergern noch: Am kommenden Samstag bei Schwaben Augsburg und am Freitag, 18. Mai, zu Hause gegen Kornburg, um den direkten Abstieg abzuwenden. Immerhin unterlag Traunstein gestern dem TSV 1860 München II und der Abstand wurde nicht größer.

Landsberg: Beigl, Göttle (81. Gilg), Nichelmann, Schön, Meichelböck, Hennebach (68. Fülla), Bonfert, Storhas, Detmar, Siegwart, Mihajlovic (71. Neuhaus).

Kottern: Heiland, Jokic, Hänsle, Jocham, Penz (46. Franke), Volland, Yilmaz (46. Kaya), Barbera, Miller (46. Celik), Yazir, Hindelang.

Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt:
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