Fußballer Roland Krötz freut sich auf die Spiele mit dem TSV Landsberg
„Beim TSV Landsberg will ich zeigen, was ich noch drauf habe. Die Vorfreude ist groß“, kündigt Roland Krötz an. Er kam vor Kurzem vom SV Apfeldorf (Aufsteiger in die Kreisklasse 4) zum Landesligisten am Lech und trainiert mit der Mannschaft bereits mit. Der 26-Jährige aus Rott spielte eine Saison beim damaligen Bayernligisten FC Memmingen, kam in der 1. Mannschaft sechs Mal zum Einsatz und ansonsten in der Reserve.
Mit 16, im Junioren-Alter, wurde Krötz in die Bayern-Auswahl berufen. Angebote von 1860 München, Rostock und Wolfsburg flatterten ihm in dieser Zeit auf den Tisch. Der Kicker aus Rott ging jedoch zur SpVgg Unterhaching. Großes Pech dort für ihn: Er zog sich einen Bruch des Mittelfußes zu. „Eine komplizierte Geschichte“, erinnert sich Krötz. In der Zeit danach musste er vor allem aus beruflichen Gründen seine fußballerische Karriere zeitweise auf Eis legen. Oder kürzertreten, wie zuletzt, da die Zeit für das Training fehlte, um in einer höheren Klasse spielen zu können. Das ist jetzt wieder anders: Denn seit Juni 2011 arbeitet der junge Mann als Logistiker in einem Unternehmen in Kaufering, in dem „relativ flexible Arbeitszeiten“ gelten. Krötz wohnt weiterhin in Rott, wo seine Eltern leben.
Fast nach Raisting gegangen
Beinahe wäre der heiß umworbene Fußballer im Sommer dieses Jahres in das Trikot des SV Raisting (Bezirksoberliga) geschlüpft. Mündlich sagte er sein Kommen zu. Unterschrieben hat Krötz nach eigenen Worten aber nichts. Der Grund für den Sinneswandel: Er wollte erst seine persönlichen Verhältnisse in Sachen Beruf und Wohnort ordnen. Außerdem habe sein damaliger Trainingsrhythmus – mit dem SV Apfeldorf schaffte er den Aufstieg von der A-Klasse in die Kreisklasse – nicht ausgereicht, um höherklassig mithalten zu halten.
So schnürte Krötz noch bis Ende November 2011 die Fußballstiefel für den Aufsteiger Apfeldorf. Dann entschied er sich für den Landesligisten TSV Landsberg, in dessen Reihen er Bonfert, Salemovic und Hauke von früher gut kennt. Seine „besten Zeiten am Ball“ erlebte der Neuzugang des TSV Landsberg beim TSV Kottern. Das waren zwei Jahre Landesliga und zwei Jahre Bezirksoberliga.
Seit jeher fühlt sich Krötz, der in jungen Jahren in Rott mit dem ehemaligen Bayernprofi Andy Görlitz und anderen „Tag und Nacht“ Fußball gespielt hat, im zentralen defensiven Mittelfeld gut aufgehoben. Am liebsten trägt er die Rückennummer 6, plaudert Krötz aus der Schule. Er hat, so die Aussage des Spielers, einen harten, platzierten Schuss, ein gutes Spielverständnis, viel Erfahrung und ein relativ robustes Auftreten – dies mit 1,79 Meter Größe und 90 Kilo Gewicht.
Das Kopfball-Spiel sei hingegen seine absolute Schwäche. „Jedes Spiel ist anders“, lautet eine der Botschaften des Mittelfeldakteurs. Das allein mache schon den Reiz des Fußballs: Immer neue Gegner, immer andere Gegenspieler… Es gibt aber auch Dinge, die ihn nerven. Das sind zum Beispiel Fußballer, die sich permanent beim Schiedsrichter beschweren. Oder sich beleidigt zeigen: „Wenn die 90 Minuten vorbei sind, muss es gut sein, und man sollte sich wieder in die Augen schauen können“, so Roland Krötz.
In seiner Freizeit geht er mitunter in ein Fußballstadion, denn die besondere Atmosphäre habe es ihm angetan. Fußball im Fernsehen schaut er sich dagegen immer weniger an. Als Spieler hat er kein Vorbild. Spielertypen wie Mario Götze von Borussia Dortmund gefallen ihm jedoch sehr.
Lesen ist eines seiner Hobbys: Besonders oft nimmt er Sachbücher in die Hand. Musik hören, fast alle Richtungen – und Reisen in die weite Welt, das liebt Krötz: vor allem in Länder, in denen spanisch gesprochen wird. Er beherrscht diese Sprache, denn er hat ein Semester in Mexiko und Spanien studiert. Übrigens: Fußball spielen will Krötz, solange es geht.
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Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt: |





