Abteilungsleiter Sepp Hintermeier ist mit den Wechseln in der Winterpause zufrieden
Am 22. Januar ist für die Landsberger Fußballer die Weihnachtspause beendet – zumindest was das Training betrifft. Bis zum ersten Punktspiel dauert es noch etwas. Fünf Spieler haben den TSV verlassen (Schuster, Enzi, Kares, Noder, Michelini), dafür gibt es drei Neuzugänge und einen Rückkehrer: Wie berichtet, wechselten Askin Ünlü, Roland Krötz und Markus Happerger an den Lech, Stefan Strohhofer ist nach seinem Auslandssemester zurück. „Ich denke, wir haben einen schlagkräftigen Kader“, ist TSV-Abteilungsleiter Sepp Hintermeier mit den Wechseln zufrieden. Zudem laufen noch Gespräche mit Verteidiger Manuel Kirschenhofer, da bis zum 31. Januar noch gewechselt werden kann. Ganz wichtig wird für die Landsberger der Start in den zweiten Teil der Punktrunde sein, und der hat es durchaus in sich: Mit Schwabmünchen und Aichach trifft man gleich auf zwei direkte Konkurrenten im Kampf um Platz 8. Von diesem ist der TSV Landsberg momentan als Zehnter nur einen Punkt entfernt und hat damit beste Chancen, sich direkt für die Bayernliga zu qualifizieren. Das war von Beginn an das oberste Ziel und bleibt es auch. „In der Qualifikation wird es unheimlich schwer werden“, prophezeit Hintermeier und deshalb soll diese mit allen Mitteln verhindert werden.
Dass man für die Bayernliga Süd den Etat entsprechend aufstocken muss, befürchtet der Fußball-Abteilungsleiter nicht – durch die regionale Einteilung bestünden gute Chancen, dass die Fahrten nicht viel länger werden. „Wir werden immer im Rahmen unserer Möglichkeiten bleiben müssen.“ Und diese begrenzen vor allem die Zuschauerzahlen. Was die Sponsoren betreffe, sei man im Soll, so Hintermeier – nicht aber bei den Zuschauerzahlen.
Die Gründe dafür sucht er schon lange. Der Umzug ins Hacker-Pschorr-Sportstadion sei positiv, denn hier könnte eine gute Atmosphäre herrschen: „Die Zuschauer sind nah am Spielfeld dran.“ Doch sie müssen erst kommen. „Auch damals, als wir in die Bayernliga aufgestiegen sind, haben sie uns anfangs fast die Bude eingerannt und dann hat es sich eingependelt“, erinnert er sich.
Um den Fußball-Interessierten entgegenzukommen, überlegt er auch eine Verlegung der Startzeit. „Am besten besucht sich die Spiele an Wochentagen“, sagt Hintermeier, doch eine Verlegung auf Freitagabend sei nicht möglich: „Im Juli und August haben wir sowieso schon englische Wochen“, und ab September sei es mit dem Licht problematisch, trotz der Flutlichtanlage im Hacker-Pschorr-Park.
Auf Sonntag möchte er die Spiele auch nicht verlegen – da herrsche große Konkurrenz durch die Partien der anderen Landkreis-Mannschaften. Aber am Samstag wäre eine Vorverlegung auf 14 Uhr möglich, und vielleicht auch sinnvoll, denn „so würden wir der Bundesliga mehr aus dem Weg gehen“. Diese ist seiner Meinung nach die größte Konkurrenz: „So könnten die Zuschauer nach unserem Spiel die Bundesliga im Fernsehen verfolgen.“ Noch muss er diese Idee vereinsintern beraten, umgesetzt werden könnte sie ab nächster Saison.
Erstmals seit Langem wieder Nachwuchsspieler in der Zweiten
Durchaus zufrieden ist Hintermeier auch bislang mit dem Abschneiden der zweiten Mannschaft. Obwohl diese nur knapp vor den Abstiegsplätzen in der Kreisklasse Augsburg überwintert, ist sich der Abteilungsleiter sicher, dass man den Klassenerhalt schafft: „Sie wird sich sicher halten.“ Sechs Spieler aus dem eigenen Nachwuchs konnten dort in dieser Saison eingebaut werden und „das ist doch wunderbar. Wir haben seit Jahren keine A-Jugendspieler mehr eingliedern können“. Einige von diesen hätten auch durchaus Perspektive für die erste Mannschaft, wenn sie sich an die Umstellung in den Seniorenbereich gewöhnt hätten.
Doch jetzt gilt es erst einmal, diese Saison gut über die Bühne zu bringen, was für die Zweite Klassenerhalt und für die Erste direkte Qualifikation für die Bayernliga bedeutet. Nach dem letzten Punktspiel wird vermutlich auch feststehen, wer die Landsberger als Trainer in die neue Saison führen wird. Der Vertrag mit Spielertrainer Sven Kresin läuft nach dieser Saison aus, es stehen also im Frühjahr Gespräche an, wie Hintermeier sagt. „Aber es gibt momentan keinen Grund, weshalb wir mit ihm nicht verlängern sollten“. (mm)
![]() |
Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt: |












