TSV Landsberg scheidet erneut im Finale der Vorrunde aus
Vor Turnierbeginn hatte Sepp Hintermeier noch einmal nachgerechnet: „2001 standen wir das letzte Mal im Finale der schwäbischen Hallenmeisterschaft.“ Nach 10 Jahren wäre es für die Fußballer des TSV Landsberg also durchaus wieder an der Zeit gewesen, den Einzug in die Endrunde zu schaffen. Doch auch diesmal klappte es nicht: In Marktoberdorf unterlagen Sven Kresin und seine Mitspieler im Endspiel mit 2:4 dem Gastgeber. TSV-Abteilungsleiter Sepp Hintermeier war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
Dabei hatte das Turnier für die Landsberger ganz gut begonnen. Zum Auftakt traf man auf den FC Füssen. Musste man im vergangenen Jahr noch eine 2:4-Niederlage hinnehmen, so setzte man sich diesmal mit 3:2 durch. Zwar mussten die Landsberger zunächst einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen, doch nach der Halbzeit kamen die Landsberger auf und drehten die Partie. Sebastian Bonfert und Patrick Steber sorgten für den Ausgleich, Neuzugang Askin Ünlü, der einen sehr guten Eindruck hinterließ, gelang der Siegtreffer. Gegen Kaufbeuren jedoch sahen die Landsberger nicht gut aus. Nach gut einer Minute ging die Spielvereinigung in Führung und erhöhte Mitte der ersten Halbzeit auf 2:0. Wiederum Ünlü verkürzte auf 1:2, ehe man vor dem Seitenwechsel das 1:3 hinnehmen musste. Zwar brachte Spielertrainer Sven Kresin die Landsberger 6 Minuten vor Ende wieder auf 2:3 heran, doch in den letzten drei Minuten trafen die Kaufbeurer zum 5:2-Endstand.
Als Gruppenzweiter traf die Mannschaft von Kresin im Halbfinale auf Germaringen und hier zeigte der TSV, was möglich ist. Nach knapp zwei Minuten brachte Arek Wochnik, der in dieser Partie zur Hochform auflief, den TSV in Führung.
Und ausgerechnet als die Landsberger zwei Minuten vor Schluss eine Strafzeit erhielten, sorgten sie in Unterzahl für die Vorentscheidung: Wiederum Arek Wochnik stellt auf 2:0, ehe Sebastian Bonfert das 3:0 folgen ließ. In der zweiten Hälfte erhöhte Sebastian Nichelmann auf 4:0 und Germaringen hatte sich zu diesem Zeitpunkt wohl schon aufgegeben – zu überlegen präsentierten sich die Landsberger. So fiel auch das 5:0 durch Sebastian Spreitzer, ehe Germaringen zumindest den Ehrentreffer markierte. Der TSV hatte aber noch nicht genug: Mit zwei weiteren Toren durch Patrick Steber und erneut Spreitzer schraubte man das Ergebnis auf 7:1 in die Höhe und zeigte sich für das Finale gerüstet.
Im zweiten Halbfinale gab es eine kleine Überraschung: Kaufbeuren, das bis dahin eine überzeugende Vorstellung abgeliefert hatte, musste sich Gastgeber Marktoberdorf nach 7m-Schießen mit 4:7 geschlagen geben. Der Sieg für Marktoberdorf war aber nicht unverdient, denn die Heimmannschaft steigerte sich von Spiel zu Spiel.
Und so auch im Finale, als es gegen den TSV Landsberg ging. Wiederum musste der TSV erst einem Rückstand hinterherlaufen – in der letzten Minute der ersten Hälfte war Marktoberdorf das 1:0 gelungen. Doch gleich nach dem Wechsel traf Kresin zum Ausgleich. Allerdings fiel nach einem Freistoß wieder die Führung der Gastgeber. Als diese gut 3 Minuten vor Ende noch auf 3:1 erhöhten, wurde es für die Landsberger knapp. Doch nun machte man Druck und erzielte verdient den 2:3-Anschluss durch Alexander Buschel. Landsberg war am Ausgleich dran, doch der nächste gefährliche Schuss knallte gegen die Latte. Jetzt kochten die Emotionen hoch und als Arek Wochnik knapp eine Minute vor Schluss eine Zeitstrafe erhielt, nutzten die Marktoberdorfer die Überzahl zum 4:2-Siegtreffer.
Dass Sebastian Bonfert zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, half den Landsbergern auch nicht mehr viel. (mm)
Vorrunde: Landsberg - Füssen 3:2; Marktoberdorf - Eggenthal 3:0; Kaufbeuren - Landsberg 5:2; Germaringen - Marktoberdorf 3:0; Füssen - Kaufbeuren 3:6; Eggenthal - Germaringen 4:4.
Halbfinals: Kaufbeuren - Marktoberdorf 4:7 n. 7m; Landsberg - Germaringen 7:1; Finale: Marktoberdorf - Landsberg 4:2.
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Dieser Artikel wurde vom Landsberger Tagblatt zur Verfügung gestellt: |













